T.J. Miller

T.J. Miller

Leben & Werk

Der US-Comedian begeistert die Zuschauer nicht nur mit seinen Stand-Up-Shows, sondern weiß auch vor der Kamera als Schauspieler zu überzeugen. Sein Debüt gab er in „Cloverfield“, machte Bekanntschaft mit den „Transformers“, mischt das „Silicon Valley“ auf, half „Deadpool“ bei der Namensfindung und lässt bei der „Office Christmas Party“ die Sau raus. Auch für die jüngsten Zuschauer begeistert er als Tuffnut in „Drachenzähmen leicht gemacht“ oder dem Roboter-Abenteuer „Baymax“.

TJ Miller Anfänge als Comedian

Geboren wurde Todd Joseph Miller als Sohn eines Anwalts und einer Psychologin am 04.06.1981 in Denver, Colorado. Erste Bühnenerfahrungen sammelte er auf der High School und absolvierte während seines Psychologie-Studiums in Washington eine kleine Pause in Europa. Während dieser Zeit nahm er Schauspielunterricht an der British Academy of Dramatic Arts in Oxford, Großbritannien und erlernte an der renommierten Friches Theatre Urbain Zirkusschule alle Fertigkeiten um als Clown und Jongleur die Zuschauer zu begeistern.

Nach dem Abschluss seines Psychologie-Studiums konzentrierte sich Miller auf seine Karriere als Stand-Up-Comedian, schloss sich der Theatergruppe ‚The Second City‘ an und begeisterte vier Jahre lang die Zuschauer in Chicago jede Nacht mit seinen Shows. 2008 gab er sein Debüt in J.J. Abrams Horrorfilm „Cloverfield“, wo er zwar nur in wenigen Szenen tatsächlich zu sehen ist, aber den Großteil des Films, der aus der Egoperspektive gedreht wurde, hinter der Kamera kommentiert. Nach kurzen Auftritten in „The Goods“ (2009) und „Ausgequetscht“ (2009) sah man ihn in der romantischen Komödie „Zu scharf, um wahr zu sein“ (2010) als besten Freund von Jay Baruchel.

TJ Miller in „Drachenzähmen leicht gemacht“

Seit 2010 begeistert er nicht nur mit seinem Schauspiel, sondern auch mit seinen Fertigkeiten als Voice Over-Darsteller in der „Dragons“-Filmreihe. Während TJ Miller in „Drachenzähmen leicht gemacht“ (2010) als Taffnuss das chaotische Zwillingsduo komplementiert und für kleine Gags am Rande zuständig war, wurde seine Rolle für die Serie „Die Drachenreiter von Berk“ (2012-2014) und die Folgesendung „Dragons: Race to the Edge“ (2015-) maßgeblich ausgeweitet. Mit seinem Haustier, dem Huhn, trägt er nicht nur ganze Handlungsbögen, sondern strapaziert ein ums andere Mal die Lachmuskeln.

Gemeinsam mit seiner Zwillingsschwester Raffnuss (in der Filmreihe Kristen Wiig) trainiert er die Drachen Kotz und Würg. Auch in den Fortsetzungen „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ (2014), den Kurzfilmen aus der DreamWorks-Schmiede sowie im Abschluss der „Dragons“-Reihe „Drachenzähmen leicht gemacht 3“ (2019) leiht er im englischen Original Tuffnut seine Stimme.

TJ Miller in Komödien wie „Männertrip“ und „Our Idiot Brother“

Dank seiner komödiantischen Ader hat er in den Folgejahren in Erfolgskomödien wie „Männertrip“ (2010) oder „Gullivers Reisen“ (2010) die Lacher auf seiner Seite. In der Realfilm-Adaption von „Yogi Bär“ (2010) sieht man ihn als Ranger Jones, während er in der Indie-Komödie „Our Idiot Brother“ (2011) das Herz der Exfreundin von Paul Rudd erobern konnte und mit ihr eine Farm leitet.

Im Actionthriller „Unstoppable – Außer Kontrolle“ (2010) ist er gemeinsam mit Ethan Suplee dafür verantwortlich, dass ein unbemannter Zug ins Verderben rast. Schlechte Neuigkeiten muss er Tom Cruise im Musikfilm „Rock of Ages“ (2012) überbringen, während er in der Tragikomödie „Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt“ (2012) als überfreundlicher Kellner zu sehen ist.

TJ Miller trifft die „Transformers“ und mischt das „Silicon Valley“ auf

Ein Gastspiel absolvierte er in der Animationsserie „Willkommen in Gravity Falls“ (2012-2016) und nahm gemeinsam mit Seriengeschwistern Becki Newton und Scott Foley an den „Goodwin Games“ (2013) teil. Ziel der Geschwister in der kurzlebigen Comedy-Serie: Das Erbe des verstorbenen Vaters einkassieren. Im Sommer 2014 hörte man ihn nicht nur erneut als Tuffnuss in „Drachenzähmen leicht gemacht 2“, sondern sah TJ Miller ebenso an der Seite von Mark Wahlberg in der vierten Auskopplung „Transformers: Ära des Untergangs“. Ob der vergleichsweise kurze Auftritt generell so angelegt wurde, oder etwas mit dem angespannten Verhältnis mit Michael Bay am Set zu tun hatte, wissen die Beteiligten nur selbst.

Viel Zuspruch von Kritikern erhält TJ Miller für seine Darstellung von Erlich Bachman in der HBO-Comedy „Silicon Valley“ (2014-). Gemeinsam mit fünf Kumpanen leitet er ein Start-Up-Unternehmen und versucht mit seinen außergewöhnlichen App-Ideen das schnelle Geld zu verdienen. Obwohl er selbst nicht das Programmier-Genie ist, überzeugt er ein ums andere Mal als Unternehmer und seinem losen Mundwerk. Von der Critics Choice wurde er 2015 als Bester Nebendarsteller in einer Comedy-Serie ausgezeichnet.

Als Sidekick von „Deadpool“: TJ Miller

Seine erste Zusammenarbeit mit dem Comic-Riesen Marvel absolvierte er 2014 für den Animationsfilm „Baymax – Riesiges Robowabohu“. Im Original leiht TJ Miller Fred seine Stimme, der den Teenagern um Hiro entscheidend bei der Verwandlung in Superhelden hilft. Während er im Stop-Motion-Animationsfilm „Hell and Back“ (2015) buchstäblich zur Hölle und zurück reist, begibt er sich als Trauzeuge in „Search Party“ (2014) auf die Suche nach der Braut.

Erneut für Marvel stand TJ Miller in „Deadpool“ (2016) vor der Kamera. Der krude Antiheld mit dem losen Mundwerk sucht in seiner Lieblingsbar, geleitet von Weasel (Miller), Unterschlupf und findet mit Weasel seinen neuen Heldennamen. In den Comics ist sein Charakter nicht nur faktisch der beste Freund von Deadpool, sondern versorgt ihn mit Erfindungen und Waffen. Ob er auch in der Fortsetzung „Deadpool 2“ (2018) zu sehen sein wird, wird sich zeigen.

Aktuelle Filme mit TJ Miller

Weihnachten 2016 mischt er die Kinoleinwände ordentlich auf und sorgt mit Jason Bateman und Jennifer Aniston im Schlepptau für die durchgeknallteste „Office Christmas Party“ (2016) des Jahres. Für das Regiedebüt von Jay Baruchel, den er vom Set von „Zu scharf, um wahr zu sein“ oder den Voice-Over-Arbeiten für „Drachenzähmen leicht gemacht“ kennt, ist er in der Sportkomödie in „Goon: Last of the Enforcers“ (2017) zu sehen.

Im verrückten Animationsfilm „Emojimovie: Express Yourself“ (2017) leiht TJ Miller Gene, dem Smiley ohne vorprogrammierten Gesichtsausdruck, seine Stimme, der sich in den Weiten des Smartphones auf die Suche nach dem Code für seinen vorbestimmten Gesichtsausdruck begibt. Einen seltenen Ausflug in das Drama-Genre absolviert er für „Walden“ (2017), während ihn Steven Spielberg für das Sci-Fi-Abenteuer „Ready Player One“ (2018) engagiert hat.

TJ Miller Privat

Der US-Amerikaner hat bereits im College seine Partnerin Kate Gorney kennen gelernt, die er im Jahr 2015 geheiratet hat. Neben seinen vielfältigen Verpflichtungen als Schauspieler und Comedian, hört man ihn auch als Co-Host des Podcasts „Cashing In With TJ Miller“ oder an der Seite von Doug Benson im Podcast „Doug Loves Movies“ gastieren. Des Weiteren hat er 2011 ein Rap-Album mit anderen Comedian wie Bo Burnham oder Pete Holmes mit dem Titel „The Extented Play E.P.“ veröffentlicht.

Im Jahr 2010 wurde eine Arterievenöse Malformation in seinem Frontallappen diagnostiziert. Die Operation an seinem Gehirn war erfolgreich und die lebensbedrohliche Krankheit besiegt. Auf sozialen Medien ist er sehr aktiv. So findet man TJ Miller etwa auf Twitter, Instagram, Facebook, YouTube, Spotify oder auf seiner Homepage.

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