Ausgerechnet Rambo!

Im Kino schießwütig, privat kein Freund von unkontrolliertem Waffenbesitz: Sylvester Stallone Bild: Constantin

In keinem Land der Welt sterben im Verhältnis zur Bevölkerungszahl so viele Menschen durch Schusswaffen wie in den USA. Doch selbst nach den furchtbaren Amokläufen von Colorado und Connecticut reagieren Waffenfans dort allergisch auf jede mögliche Einschränkung des Rechts auf Schusswaffenbesitz, das seit Anbeginn in der US-Verfassung verankert ist.

Dementsprechend hart und aggressiv ist der Widerstand gegen den aktuellen Vorstoß von Präsident Barack Obama, den privaten Besitz zumindest von Sturmgewehren zu untersagen.

Doch nun erhält Obama Unterstützung von einem Mann, dessen Filme vielen reaktionären Hardlinern als heimliches Vorbild für ihren Selbstverteidigungswahn dienen: Sylvester Stallone!

Der Action-Star, seit seiner Kult-Rolle in den „Rambo„-Filmen auch als „Ein-Mann-Armee“ bekannt, spricht sich überraschend deutlich gegen schwere Waffen in den Händen von Privatbürgern aus:

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„Die Leute jammern jetzt ‚Hey, sie nehmen uns die Sturmgewehre weg!‘, aber wer bitteschön braucht ein Sturmgewehr?“, ereifert sich Sylvester Stallone. „Mit den Dingern geht man jedenfalls nicht auf die Jagd…“

Stallone: Sturmgewehre völlig übertrieben

Doch laut Verfassung dient der Waffenbesitz vor allem auch der Verteidigung von Besitz und Leben – auch wenn es zum Zeitpunkt, als das Gesetz geschrieben wurde, lediglich Musketen und keine modernen automatischen Feuerwaffen gab. Aber auch für den Schutz des eigenen Heims braucht man nach Stallones Meinung kein Sturmgewehr:

„Was glauben die Leute eigentlich, wer ihr Haus angreifen wird? Eine verf***te Armee?!??“

Im Kino bleibt sich Stallone trotzdem treu. In seinem nächsten Film Shootout – Keine Gnade spielt er einen knallharten Auftragskiller, der sich für einen Rachefeldzug ausgerechnet mit einem Cop zusammentut – weil beide durch den selben Gangster ihre Partner verloren haben.

Doch auch wenn man Sly also ab 7. März auf der Leinwand wieder wild herumballern sieht, so kennt der Action-Star dennoch den Unterschied zwischen Hollywood-Bodycount und wirklichen Opfern von Waffengewalt.

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