Sven Unterwaldt

Regisseur • Drehbuchautor
Sven Unterwaldt Poster
Alle Bilder und Videos zu Sven Unterwaldt

Leben & Werk

Komödienregisseur, Drehbuchautor und mit Michael Bully Herbig der erfolgreichste Comedy-Spezialist unter den deutschen Filmemachern. Stark vom Fernsehen geprägt, wo er sich an Komödienformaten vom Sketch („Alles Atze„) bis zur Serie („Berlin, Berlin“) erprobte, gelang Sven Unterwaldt mit der Märchen-Parodie „7 Zwerge – Männer allein im Wald„, Überraschungserfolg des Jahres 2004, der Durchbruch im Kino. Der Coup, vom zeitlosen Spaßvogel Otto bis zu Rüdiger Hoffmann und Atze Schröder die Creme deutschen Mattscheinbenhumors in Haupt- und Nebenrollen zu versammeln, ihnen die Narrenkappe bzw. die Zipfelmütze aufzusetzen und jenseits der Brüder Grimm und Walt Disney die ungelöste Frage zu klären, warum die „7 Zwerge“ überhaupt in ihrer wäldlichen Männer-WG lebten, zog fast sieben Millionen Zuschauer ins Kino.

Sven Unterwaldt jr. wurde 1965 in Lübeck geboren, begann 1996 seine TV-Karriere mit den Comedy-Serien „Manngold“ und „Switch“ und inszenierte 1999 mit Dorkas Kiefer (später die Kriemhild in „Siegfried“) in der Hauptrolle seinen ersten Fernsehfilm „Antrag vom Ex“. Für Anke Engelke war er von 1999 bis 2001 in ihrer Personality-Comedy-Show „Anke“ (Sat.1) als Regisseur zuständig. Die großen Erfolge stellten sich mit „Alles Atze“ (RTL, 2000) und „Berlin, Berlin“ (ARD, 2001/2002) ein. Die Comedy um den Essener Kiosk von Atze Schröder wurde mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet, die Berlin-Abenteuer der mit ihrem Comic-Alter-Ego diskutierenden Felizitas Woll („Mädchen, Mädchen!“) wurden mit dem Grimme-Preis und dem amerikanischen Emmy Award gekrönt.

Unterwaldts erster Kinofilm „Wie die Karnickel“ entstand 2000 nach den Comics von Ralf König („Der bewegte Mann„) und führt Michael Loft als übersexten Musiker durch Freuden und Leiden des Single-Daseins. Mit Tom Gerhardt in der Hauptrolle des germanischen Helden „Siegfried“ (2005) führte Unterwaldt seine Verballhornung von Märchen und Legenden, hier die Nibelungen-Sage, fort und stellte dem tumben Recken als Sidekick ein sprechendes Schweinchen zur Seite. 2006 entstand unter dem James-Bond-007-Titel „7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug“ das Sequel des Zwerge-Hits, das die in alle Winde verstreuten Zwerge wieder versammelt und weitere Märchen, vor allem „Rumpelstilzchen“ einbezieht.

Unterwaldt hat sich auf der Landkarte des Zwerge-Films mit seinem Namen verewigt. Er gehört zu den deutschen Regisseuren, die auf einen internationalen Look setzen und im Scope-Format arbeiten: „Wir brauche temporeiche Unterhaltung, die Spaß macht… Regisseure sind ja alle Kinder geblieben und ein Film ist ihr großes Spielzeug.“

Filme und Serien

Bilder

News und Stories

Kommentare