Susanne Uhlen

Schauspielerin
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Leben & Werk

Deutsche Schauspielerin. Sie stand schon als Kind vor der Kamera, führte wie ihre Mutter Gisela ein aufregendes Privatleben und wurde eine populäre Fernsehschauspielerin mit der Serie „Das Erbe der Guldenburgs“ (ZDF 1987-1990, 32 Folgen), wo sie als Kitty Balbeck, Tochter einer Brauereibesitzers, zu den Konkurrenten der titelgebenden Adelsfamilie gehört. Susanne Uhlen hat in über 70 TV-Filmen („Das Weibernest“), Serien („Der Hausgeist„) und Kinofilmen („Bis zur bitteren Neige“, „Seitenstechen“) mitgewirkt und tourte erfolgreich im deutschsprachigen Raum mit den Boulevardstücken „Der Beweis“ und „Die Kaktusblüte„. Seit über 25 Jahren arbeitet sie aktiv für die Stiftung „World Vision“, um eine zielgerichtete Armuts- und Aidsbekämpfung von Kindern und Frauen zu ermöglichen und spendet dafür einen Teil ihrer Gage.

Susanne Uhlen wurde 1955 in Potsdam (damals DDR) als Tochter des Schauspielerehepaars Gisela Uhlen und Wolfgang Kieling geboren. Sie ist die Halbschwester von Florian Mertens und Barbara Bertram. Wegen der Engagements der Mutter, die nach West-Berlin zog, wechselte sie häufig die Schulen und gab mit zehn Jahren ihr Filmdebüt in Adrian Hovens Krimi „Der Mörder mit dem Seidenschal“ (1966). Es folgte eine Kinderrolle im Familienfilm „Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft“ (1969, als Halbwaise Jenny). Mit 14 Jahren brannte Susanne Uhlen nach Schottland durch und heiratete in Gretna Green einen Studenten, doch die Ehe wurde von ihrer Mutter annulliert. Sie war Teenager im Krimi „Engel, die ihre Flügel verbrennen“ (1970, mit Jochen Busse) und spielte in „Birdie“ (1971) ihre erste Hauptrolle als junges Mädchen, die ihre ersten Liebeserfahrungen macht. 1975 war sie im Alkoholiker-Drama „Bis zur bitteren Neige“ (nach Johannes Mario Simmel) die junge Geliebte von Maurice Ronet. Zu ihren wenigen weiteren Kinofilmen gehören das Drama „Abelard“ (1977, von Franz Seitz., mit Helmut Qualtinger), die Komödie „Seitenstechen“ (1987), wo sie die Freundin von Mike Krüger spielt, und die Kriminalkomödie „Die Schokoladenschnüffler“ (1996) von Jiri Menzel.

Seit der Kinderserie „Till, der Junge von nebenan“ (1967, ZDF) hat Susanne Uhlen ausschließlich für die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF gearbeitet und war in den Krimi-Serien „Der Kommissar“, „Der Alte“ (13mal), „Derrick“ (sechsmal), „Schwarz-Rot-Gold“, „Ein Fall für zwei“, „Siska“ (fünfmal), „Soko Köln“, „Mord in bester Gesellschaft“ (2011, mit Fritz Wepper) und der „Tatort“-Reihe zu sehen. Sie spielte das Kindermädchen in der Serie („Nesthäkchen„, ZDF, 1983) und die Hauptrolle in der beliebten Fantasy-Serie „Der Hausgeist“ (ZDF 1991/92; 21 Folgen als Freifrau Henriette von Sydeck), war in der „Dallas“-Version „Geld Macht Liebe“ (ARD, 2009), in der Serie „Praxis Bülowbogen“ (viermal) und in Dramen nach Romanvorlagen von Inga Lindström („Sommer in Norrsunda“, ZDF, 2010) und Rosamunde Pilcher zu sehen sowie in „Das Traumschiff: Thailand“ (ZDF 2002) dabei. Zu Uhlens Komödien gehören „Hexenschuss“ (1987), „Das kalifornische Quartett“ (1995), „Sonntag & Partner“ (1995), „Die Geliebte“ (1996), „Weibernest“ (2000), „Herzensfeinde“ (2001) und „Das Traumpaar“ (2008), zu ihren TV-Klassikern die nach Romanen von Theodor Storm entstandenen „Vor dem Sturm“ (ARD-Sechsteiler 1984) und „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ (ARD, 1985).

Susanne Uhlen war in erster Ehe mit Kameramann Charly Steinberger, mit dem sie zwei Söhne hat, verheiratet, lebte von 1983-1998 mit dem Schauspieler Herbert Herrmann zusammen, mit dem sie einen Sohn hat. Heute ist Susanne Uhlen mit Henry Dawidovicz, Manager einer Kosmetikfirma in Köln-Rodenkirchen, wo das Paar lebt, verheiratet.

Susanne Uhlen ist leidenschaftliche Fliegerin und besitzt den Pilotenschein.

1976 wurde Susanne Uhlen mit dem Bambi als Beste Nachwuchsschauspielerin (für „Bis zur bitteren Neige“) ausgezeichnet.

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