Stewart Granger

Schauspieler
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Leben & Werk

Er führte in der Nachfolge von Erroll Flynn den Mantel-und-Degen-Film in Hochglanz-Sphären, bewährte sich als geborener Abenteurer in historischen Ausstattungsfilmen und als Verführer und Liebhaber an vorderster Front der Leinwandkavaliere. Dabei wies er eine souveräne Lässigkeit auf, die ihn auch fürs männliche Publikum attraktiv machte. Das deutsche Publikum eroberte er in den 1960er-Jahren als Old Surehand in drei Karl-May-Filmen. Der Degenduellant, Swashbuckler, maskierte Rächer, Jäger und Westerner Stewart Granger steht am Wendepunkt des Abenteuerfilmgenres als einer der letzten ungebrochenen Romantiker und markiert mit gepflegter Ironie den Übergang zu coolen und spöttischen gleichwohl verlässlichen Helden.

Stewart Granger wurde 1913 in London als James Lablache Stewart geboren, weshalb er in Hollywood wegen der Namensgleichheit mit James Stewart seinen Namen änderte. Er besuchte das Epsom College, studierte Drama in London, gab 1934 sein Bühnendebüt und übernahm ab 1937 kleine Rollen in englischen Filmen. Sein gutes Aussehen verhalf ihm in Produktionen der Gainsborough Pictures zu Hauptrollen als romantischer Held („Der Herr in Grau“, „Cornwall Rhapsodie“). Mit James Mason gehörte der elegante Granger zu den beliebtesten Stars des englischen Kinos der 40er-Jahre.

1950 holte ihn MGM nach Hollywood, wo Granger in einem der großen Abenteuerfilmklassiker als Allan Quartermain in der „H. Rider Haggard“-Verfilmung „König Salomons Diamanten“ ein glänzendes Debüt als erfahrener Jäger, Safarileiter und Afrikakenner in einer der ersten Technicolor-Produktionen hinlegte. Er wiederholte den Erfolg mit dem Doppelschlag „Scaramouche“ und „Der Gefangene von Zenda“ (beide 1953): Der erste spielt vor der Französischen Revolution und wurde wegen exzellenter Fechtszenen à la Zorro berühmt, der zweite führt ihn in einen Balkanstaat, wo er als Doppelgänger des Monarchen den Staat rettet. Granger war Gentleman-Gauner in Fritz Langs „Das Schloss im Schatten“, ließ sich in „Beau Brummel“ von der jungen Elizabeth Taylor und in „Salome“ von der reifen Rita Hayworth verzaubern, blieb relativ unbeeindruckt von Grace Kelly (Plantagendrama „Grünes Feuer“) und war in George Cukors Indiendrama „Knotenpunkt Bhowani“ in die rassige Ava Gardner verliebt. Zu seinen Western gehören „Die letzte Jagd“, in dem er mit Robert Taylor auf Büffeljagd geht, und die turbulente Komödie „Land der tausend Abenteuer“ (1960), in der er mit John Wayne auf Riesenbäume klettert.

Nach zehn Jahren ging Granger nach Europa, trat in italienisch-französischen Filmen auf. Zum Klassiker wurde „Sodom und Gomorrha“, wo er als weiser Lot das Volk aus der untergehenden Stadt führt. Mit Sylva Koscina fechtet er in „Degenduell“ (Modell des Duells von Antonio Banderas und Catherine Zeta-Jones in „Die Maske des Zorro“). Die Rolle des Old Surehand in den Karl-May-Western „Unter Geiern“, „Old Surehand“ und „Der Ölprinz“ legte er weniger edel an als in der Reihe üblich: Sein das Gewehr locker im Arm haltender Surehand war eher ein Spaßvogel. Nach einigen Euro-Krimis und Agententhrillern („Wie tötet man eine Dame?“, „Das Geheimnis der gelben Mönche“, „Der Chef schickt seinen besten Mann“) war Granger seltener im Kino zu sehen, u.a. als Auftraggeber der Söldner im starbesetzten „Die Wildgänse kommen“ und in einigen TV-Filmen.

Granger war von 1950-1960 mit der Schauspielerin Jean Simmons verheiratet. 1981 veröffentlichte er die Autobiografie „Sparks Fly Upwards“.

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