Steven Soderbergh Poster

„Panama Papers“: Kult-Regisseur verfilmt skandalöse Finanztricks

Alexander Jodl  

Mit „Erin Brockovich“ hat Filmemacher Steven Soderbergh bereits einen Umweltskandal filmisch beleuchtet. Jetzt nimmt er sich die „Panama Papers“ vor.

Es ist einer der größten journalistischen Coups des Jahrzehnts: Die Analyse und redaktionelle Aufbereitung der sogenannten „Panama Papers“ – streng geheimer Unterlagen, mit denen einer Vielzahl an Firmen und Personen die Beteiligung an sogenannten Briefkasten-Firmen nachgewiesen werden konnte. Darunter auch Namen aus Hollywood, wie etwa der spanische Filmemacher Pedro Almodovar oder Action-Ikone Jackie Chan. Zweck der juristisch zweifelhaften Übung: fast immer Geld an den Behörden vorbei zu schleusen.

Kultregisseur Steven Soderbergh („Magic Mike“) wird den ganzen Themenkomplex demnächst auf der großen Leinwand ausbreiten. Er will das Buch „Secrecy World“ des Pulitzer-Preisträgers Jake Bernstein verfilmen, der darin die Mechanismen und Geheimnisse solcher Firmen-Konstrukte offenlegt. Bernstein war selber Teil des Konsortiums von Journalisten, die an der Analyse der über elf Millionen Dateien mitarbeiteten – „des größten Lecks in der Geschichte des Daten-Journalismus“, wie Whistleblower Edward Snowden die „Panama Papers“ bezeichnete.

Ob Steven Soderbergh nur produziert oder auch Regie führt, steht noch nicht fest. Eigentlich wollte der Macher der „Ocean’s Eleven„-Trilogie sich ja ganz aus dem Filmgeschäft zurückziehen. Doch diese Entscheidung scheint so oder so Schnee von gestern: Aktuell dreht er bereits mit Daniel Craig und Channing Tatum die Gaunerkomödie „Logan Lucky“. Und ob seine filmische Nachbereitung der „Panama Papers“ dann tatsächlich das letzte seiner Projekte darstellen wird, steht zu bezweifeln: zu viele verlockende Themen für einen kreativen Geist von gerade mal 53 Jahren.

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Der Trailer zu „Erin Brockovich“

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