Leben & Werk

Amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Produzent. Er machte sich in den 90er-Jahren als Autor und Produzent der Eishockey-Komödientrilogie um die „Mighty Ducks“ einen Namen, wechselte mit der Ben-Stiller-Farce „Pfundskerle“ ins Regiefach und hat seitdem erfolgreich Komödien mit Adam Sandler („Little Nicky“, „Mr. Deeds“), das Road Movie „Trouble ohne Paddel“ und die Familien- und High-School-Komödie „Ein Mann für alle Unfälle“ (2008) inszeniert.

Steven Brill arbeitet in allen Komödiensparten, vom Teenie-Jux über Slapstick bis zu pubertären Blödsinn. Seine Filme könnte man als Vorläufer der durch das Team Judd Apatow und Seth Rogen („Beim ersten Mal“, „Superbad“) popularisierten Komödien mit Kindmännern, Albernheitsfaktor und derben Dialogen werten. Er lernte Apatow als seinen Ko-Autor bei der Arbeit an „Pfundskerle“ (1995) kennen, wo Ben Stiller als Coach eines Sommer-Camps gegen die schwergewichtigen Besucher antritt, für die Diät und Drill auf dem Programm steht. In Apatows „Beim ersten Mal“ (2007) spielt Brill den Chef von Ben (Seth Rogen). Rogen ist Ko-Autor des Drehbuchs von „Ein Mann für alle Unfälle“.

Steven Brill wurde 1962 in Utica, New York, geboren und schloss an der Filmfakultät der Boston University sein Studium ab. Er debütierte als Darsteller in Steven Soderberghs „Sex, Lügen und Video“ (1989; als Barbesucher) und trat in Mike Nichols‘ Mediensatire „Grüße aus Hollywood“ (1990; als Regieassistent von Gene Hackman) und Tim Burtons Fantasy-Tragikomödie „Edward mit den Scherenhänden“ (1990; als Tellerwäscher) auf. Er produzierte die Romanze „Opposite Sex - Der kleine Unterschied“ (1993; mit Courteney Cox). 1992 verkaufte Brill sein Drehbuch zu „Mighty Ducks - Das Superteam“ an Disney und landete mit der Komödie um das Eishockey-Team und seinen Coach (Emilio Estevez) einen Kino- und Videohit, der zwei ähnlich erfolgreiche Sequels (1994 und 1996) nach sich zog, die Brill auch produzierte.

Dem Actionfilm „Mit Vollgas durch die Nacht“ (TV 1999; Regie; mit Estevez) und der Wrestling-Actionkomödie „Ready to Rumble“ (2000; Buch; mit Scott Caan und David Arquette) folgte mit „Little Nicky - Satan Junior“ (2000) die erste von zwei Komödien mit Adam Sandler in der Hauptrolle, der in „Little Nicky“ den gutmütigen Sohn des Teufels (Harvey Keitel) spielt und in „Mr. Deeds“ (2002; Remake des Frank-Capra-Films von 1936 mit Gary Cooper) den gutmütigen, über Nacht zum Milliardär gewordenen Provinzler und Nice Guy, der in New York über den Tisch gezogen werden soll, sein Erbe verteidigt und die Frau fürs Leben (Winona Ryder) findet.

In der Komödie „Without a Paddle - Trouble ohne Paddel“ (2004) schickt Brill drei Männer, Freunde seit Kinderzeiten, auf einen Wildwassertrip durch Oregon, wo sie von anhänglichen Bären, irren Rednecks und tosenden Hippie-Bräuten verfolgt werden. In dieser Parodie auf John Boormans Flussfahrt „Beim Sterben ist jeder der Erste“ (1972) spielt der damalige Hauptdarsteller Burt Reynolds einen schießwütigen Mountain Man.

Seine Komödien brachten Brill Nominierungen für die Goldenen Himbeeren ein.

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