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Chris Rock moderiert die Oscars

Ehemalige BEM-Accounts |

Steve Martin Poster
© Kinowelt

Das letzte Mal, als er bei einer Preisverleihung den Zeremonienmeister gab, begann das Ganze mit einem heißen Zungenkuss zwischen Madonna und Britney Spears.

Dieses Jahr wird's krass: Chris Rock © Kinowelt

Und das ist nicht der einzige Grund, aus dem Hollywood über die Entscheidung der Academy staunt, Chris Rock („Bad Company„) erstmals zum Moderator der Oscars zu bestellen. Laut, schnell, respektlos und dynamisch präsentiert sich der gerade mal 37-jährige Comedian und doppelte Grammy-Gewinner, der eine ganze Generation jünger ist als seine Vorgänger Billy Crystal (57), Steve Martin (59) und Whoopi Goldberg (54).

Als letztes Jahr die zwei erwähnten Pop-Blondinen bei den MTV Music Video Awards Körpersäfte tauschten, brachte Rock einige Sprüche über die Lippen, bei denen den altehrwürdigen Herren der Academy sicher die Olive aus dem Martini hüpfen würde. Jennifer Lopez empfahl er beispielsweise, sie solle sich doch gleich von zwei Limousinen nach Hause chauffieren lassen. „Eine extra für ihren Arsch!“

Noch härter traf es den Rapper R. Kelly, der gerade wegen Sex mit einer Minderjährigen unter Anklage stand. Als Rock ihn im Publikum erblickte, drängte er die Olsen-Zwillinge, sich „um Gottes willen möglichst weit weg“ zu setzen. Insgesamt sorgte Rock für jede Menge Pieptöne.

Ohne doppelten Boden

Das wäre bei der Oscar-Verleihung undenkbar, insbesondere da Gil Cates, Produzent der TV-Übertragung, diesmal wieder ohne eine Zeitverzögerung senden will, wie sie letztes Jahr als Nachwirkung von „Nipplegate“ eingeführt wurde. Dennoch steht Cates zu seiner Wahl:

„Chris ist heiß, frech und modern, er wird der Show große Energie und Vitalität verleihen. Und er weiß, dass es die Academy Awards sind, die er da moderiert. Auch wenn Chris frech ist, ist er gleichzeitig auch intelligent genug, um zu wissen, was er tun kann und was nicht. Sein Humor ist eigentlich durchaus intellektuell, auch wenn er ihn sehr derb präsentiert. Uns gefällt, dass er zugleich Filmstar und Standup-Comedian ist, der sein Publikum in der Hand hat, der mit Unerwartetem fertig wird und der nicht gleich in Panik gerät, wenn er auf die Tube drücken muss.“

Das meiste davon gilt allerdings auch für die Vorgänger des Chris Rock. Kenner vermuten den wahren Grund für seine Inthronisierung daher eher darin, dass er möglicherweise das MTV-Publikum für die Oscars gewinnen könnte. Die Einschaltquoten der Academy Awards sind nämlich seit Jahren weit niedriger als noch im letzten Jahrzehnt und 2003 war mit nur 33 Millionen in den USA der Tiefpunkt erreicht. Und gerade bei der auch werbetechnisch interessanten Zielgruppe der 12- bis 34-jährigen zieht Crystals hintersinniger Humor eben weniger als Rocks markige Zoten. Gil Cates beteuerte allerdings, die besseren Chancen bei den Kids seien „nur ein günstiger Nebeneffekt“.

Spötter lästerten indessen, dass Chris Rock nicht nur der jüngste Gastgeber werde, sondern auch der mit dem dicksten Regelbuch für seine Moderation. Auf jeden Fall hat der alljährliche Rummel um das wichtigste Event der Traumfabrik am 27. Februar 2005 mit einem echten Paukenschlag begonnen.

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