Stephen Daldry

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Leben & Werk

Wie seinem Kollegen Sam Mendes („American Beauty“) gelang dem britischen Theaterregisseur Stephen Daldry mit seinem Spielfilmdebüt „Billy Elliot“ ein Publikums- und Kritikererfolg, der sich mit seinem zweiten, diesmal amerikanischen Film „The Hours“ fortsetzte.

„Billy Elliott“ („Dancer“) erhielt u. a. die Rekordzahl von dreizehn BAFTA-Nominierungen, drei BAFTA Awards (Film, Hauptdarsteller, Nebendarstellerin) und drei Oscar- und Golden-Globe-Nominierungen. In der Tradition britischer Arbeiterkomödien wie „Brassed Off“ und „Ganz oder gar nicht“ erzählt Daldry, wie der elfjährige Billy Elliot (Jamie Bell) während der Bergarbeiterstreiks Mitte der 1980er-Jahre seine Leidenschaft für den Tanz entdeckt, eine engagierte Lehrerin findet und gegen alle Widerstände durchhält, bis ihm Bestätigung zuteil wird. In „The Hours“, 2003 mit zwei Golden Globes (Film, Hauptdarstellerin) ausgezeichnet, spielt Nicole Kidman – mit aufgeklebter Nase – die suizidgefährdete britische Schriftstellerin Virginia Woolf, deren Werk zu unterschiedlichen Zeiten Einfluss auf zwei amerikanische Frauen (Meryl Streep, Julianne Moore) hat.

Für seine großartigen Leistungen erhielt er 2004 den Order of the British Empire. Ein Jahr darauf betätigte er sich als ausführender Produzent für die Komödie „Guy X“ mit Jason Biggs, der als Soldat versehentlich in der Arktis landet. Sowohl für den Golden Globe (2009) wie auch den Satellite Award (2008) wurde sein vierter Kinofilm „Der Vorleser“ nach der Buchvorlage von Bernhard Schlink nominiert. Ralph Fiennes (bzw. David Kross als Junge) ist der „Vorleser“ und Kate Winslet schlüpft in die Rolle der ehemaligen KZ-Wächterin Hanna Schmitz.

Daldry war Direktor des Royal Court Theatre und hatte dort über 100 Stücke produziert, einige inszeniert. Er galt als „der einzige Regisseur, der es wirklich versteht, die Jugend zu begeistern, da er eindrucksvolle Standards für die Welt des Theaters setzt“. 1999 inszenierte er den Kurzfilm „Eight“. Als Spielfilmregisseur weiß Daldry mit einem Spektrum emotionaler Wechselbäder aufzuwarten, in denen ausgefeilte Charaktere agieren. Seit 2001 ist Stephen Daldry mit der Tänzerin Lucy Sexton verheiratet. Im Mai 2003 kam ihre Tochter Annabel Clare auf die Welt.

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