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Leben & Werk

Verführerinnen jeden Alters, vor allem aus bürgerlichen Verhältnissen, Ehebrecherinnen und emanzipierte, erotisch aufgeschlossene Frauen hat die italienische Schauspielerin Stefania Sandrelli von Beginn ihrer Karriere bis in ihre mittleren Jahre in allen Variationen gespielt.

Sandrelli, geboren 1946 in Viareggio, war mit 15 Siegerin eines Schönheitswettbewerbs und debütierte 1961 mit „Scheidung auf italienisch“ im Film, wo sie an der Seite von Marcello Mastroianni die junge sizilianische Lolita spielte. Diese Rolle behielt sie in den 60er-Jahren weitgehend bei und brachte sie in den Filmen unter der Regie von Pietro Germi zur Perfektion („Verführung auf italienisch„, „Unmoralisch lebt man besser“, in „Alfredo, Alfredo“ in einer Doppelrolle an der Seite von Dustin Hoffman, der Sandrelli sichtbar nicht gewachsen war).

Die brünette Sandrelli hat wie Monica Vitti den herausfordernden Blick und wie Virna Lisi eine Traumfigur, die sie zu einer begehrten Darstellerin der „Commedia all’italiana“ machte. Ihre besten Rollen jener Jahre fand sie in Filmen von Bernardo Bertolucci („Der große Irrtum“, „Partner“), in dessen Jahrhundertfilm „1900“ sie die politisch aktive, links eingestellte Lehrerin war, die die Frauen der Po-Ebene zur Demonstration gegen die Großgrundbesitzer treibt.

Sandrelli trat auch in französischen Filmen auf (als Geliebte von Yves Montand in „Police Python 357“) und hatte 1983 als sich sexuell auslebende Großbürgerin in Tinto Brass‘ „The Key - Der Schlüssel“ einen Skandalerfolg. Sie ist regelmäßig in den Filmen von Ettore Scola („Die Terrasse“, „Die Familie“, „Wir hatten uns so geliebt“, „Genti di Roma“) zu sehen und war in „Ein himmlischer Teufel“ von Roberto Benigni die Geliebte eines Priesters (Walter Matthau). Für Margarethe von Trotta spielte sie in „Die Rückkehr“, und als merklich fülliger gewordene Verführerin trat sie 1992 als Geliebte von Javier Bardem in Bigas Lunas „Jamon, Jamon“ auf. Im italienischen Überraschungshit des Jahres 2001 „Ein letzter Kuss“ überzeugte sie in einer Nebenrolle als werdende Großmutter, die panikartig aus ihrer langweilig gewordenen Ehe ausbricht.

Sandrellis Tochter Amanda (geb. 1964) ist ebenfalls als Schauspielerin tätig.

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