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Stefan Krohmer


Deutscher Regisseur. Stefan Krohmer gehört zu den aus der Filmakademie Ludwigsburg hervorgegangenen Regie- talenten, ist zweifacher Grimme-Preisträger, arbeitet immer mit Drehbuautor Daniel Nocke zusammen und legte mit den beiden Kinofilmen „Sie haben Knut“ (2003) und dem in Cannes 2006 gefeierten Meisterwerk „Sommer ’04“ zwei der nuancenreichsten Spielfilme des jüngeren deutschen Film vor. „Sie haben Knut“ (Regiepreis...

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  • Berufe: Regisseur

Leben & Werk

Deutscher Regisseur. Stefan Krohmer gehört zu den aus der Filmakademie Ludwigsburg hervorgegangenen Regie- talenten, ist zweifacher Grimme-Preisträger, arbeitet immer mit Drehbuautor Daniel Nocke zusammen und legte mit den beiden Kinofilmen „Sie haben Knut“ (2003) und dem in Cannes 2006 gefeierten Meisterwerk „Sommer ’04“ zwei der nuancenreichsten Spielfilme des jüngeren deutschen Film vor. „Sie haben Knut“ (Regiepreis filmKunstfest Schwerin) schildert ein Wochenende in einer Skihütte im Jahr 1983, wo es zwischen Paardynamik und Freundschaften zu politi- schen Diskussionen über den titelgebenden verschwunde- nen Freund kommt.

In „Sommer ’04“ bringt ein frühreifes zwölfjähriges Mädchen eine für sie verantwortliche 40jährige Frau, die sich in denselben Mann verliebt, in Konflikte und führt nach ihrem Unfalltod beim Segeln die entspannte Ferienatmosphäre in ein Familiendrama um Schuld und Liebe über. Der Goethes „Wahlverwandtschaften“ wie Filme von Eric Rohmer („Sommer“) reflektierende Film über Lebenswut und die Kraft des Sexuellen wird von Martina Gedeck als geheimnisvolle reife und verletzliche Frau, komplexem Drehbuch und attraktiver Kameraarbeit getragen.

Stefan Krohner wurde 1971 in Balingen geboren und studierte nach dem Abitur an der Filmakademie Ludwigs- burg, wo er 1994 Drehbuchautor Daniel Nocke kennenlernte, mit dem er seitdem ein Team bildet, das für sechs gemeinsame Arbeiten verantwortlich zeichnet. Gleich ihre erste Arbeit „Barracuda Dancing“ (1999, für „Das kleine Fernsehspiel“ des ZDF), in der eine Frau sich in den Freund der Tochter ihres Lebensgefährten verliebt, brachte Krohmer den Deutschen Fernsehpreis als Nachwuchsregisseur ein. Die TV-Filme „Ende der Saison“ (2001, eine Frau zwischen zwei Männern) und „Familienkreise“ (2003, zwei Brüder und ihr nach Jahren heimgekehrter Vater) wurden jeweils mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet. Das Fernsehspiel „Ein toter Bruder“ (2004) spielt innerhalb weniger Stunden auf einer Party, wo eine Frau (Marie Bäumer) mit ihrem Jugendtrauma konfrontiert wird.

Stefan Krohmer lebt und arbeitet freischaffend in Berlin und Hamburg.

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