Spike Jonze

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor • Kameramann
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Leben & Werk

Seine Filme sind von originellen Einfällen strotzende, erzählerisch atemberaubende Trips in skurrile bis surrealistische Welten, in denen sich Raum-und Zeitebenen virtuos überlagern und ineinander verschachteln: aberwitzige Filmexperimente in fantastischem Universum und visuellem Kuriositätenkabinett.

Regisseur Spike Jonze schuf mit „Being John Malkovich“ und „Adaption“ zwei nach Drehbüchern von Charlie Kaufman inszenierte Komödien, die sich jeder Genrezuordnung entziehen und die kreative Mitarbeit des Zuschauers herausfordern. In dem Oscar-nominierten „Being John Malkovich“ gelangt ein Marionettenspieler (John Cusack) im inzwischen berühmt gewordenen Stockwerk 7 1/2 plötzlich in das Bewusstsein des Schauspielers John Malkovich. Als er daraus Kapital schlagen will, überschlagen sich die Ereignisse, er verliert die Freundin und begegnet dem leibhaftigen John Malkovich, der für einen Besuch im eigenen Kopf ansteht. In „Adaption“ (Silberner Bär Berlinale 2003, zwei Golden Globes, vier Oscar-Nominierungen) übernimmt Drehbuchautor Charlie Kaufman (gespielt von Nicolas Cage) die Aufgabe, einen Bestseller zu adaptieren, leidet unter Schreibblockaden und erlebt, dass sein unbedarfter Zwillingsbruder (auch Cage) locker ein Drehbuch aus dem Ärmel schüttelt, das ihm Millionen einbringt. Als sich die Brüder auf die Fährte ihrer Figuren heften, entwickelt sich eine verrückte Eigendynamik. Die mit Doppelungen, Realitätssprüngen und Film-im-Film-Verweisen arbeitende Farce über das Handwerk der Kreativen vernetzt wie der Vorgänger schräge Einfälle mit geschliffenen Dialogen und Voice-Over-Kommentaren.

Der 1969 geborene Spike Jonze hatte vorher Kurzfilme und Dokumentarfilme gedreht, war kurzzeitig als Musiker in der Band „Racecar“ tätig und wurde mehrfach für seine Musikvideos, u.a. „Sabotage“ für die Beastie Boys, von MTV ausgezeichnet. Kaum bekannt sind seine für die Schiffbaufirma MPR entstandenen Industriefilme, durch die die Musikindustrie auf ihn aufmerksam wurde. Als Produzent war Jonze für die Komödie „Human Nature – Das wilde Leben“ (ebenfalls nach einem Drehbuch von Charlie Kaufman) tätig, eine groteske Moritat über eine Bestsellerautorin und einen Wissenschaftler (Patricia Arquette und Tim Robbins), die mit einem Wolfsjungen (Rhys Ifans) konfrontiert werden. Die Komödie über zivilisatorisches und animalisches Verhalten erhielt 2002 auf dem Filmfest München den „High Hopes Award“. Außerdem produzierte Jonze die TV-Serie und den Kinofilm „Jackass„, für die er auch am Drehbuch mitschrieb.

Jonze arbeitet regelmäßig mit der gleichen Crew und liebt formale Experimente: „Wir haben alle gängigen Techniken eingesetzt, die man benutzen kann.“ Produzent Edward Saxon erklärt Jonzes Stil: „Spike kombiniert die quasi religiöse Vorbereitung für einen Studiofilm mit der manischen, durchgedrehten Energie eines Independentfilms.“

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