Stefan Krohmer in die Quinzaine eingeladen

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Sofia Coppola Poster

Obwohl Festivalleiter Thierry Frémaux verkündete, man wolle neue Namen auf die internationale Bühne bringen, dominieren im Wettbewerb bekannte Autorenfilmer wie Ken Loach, Pedro Almodóvar, Aki Kaurismäki, Nanni Moretti und Bruno Dumont.

Pedro Almodóvars "Volver" mit Penélope Cruz läuft im Wettbewerb Bild: Tobis

Doch auch die von Frémaux als „aufstrebende Generation“ betitelte Gruppe von Filmemachern ist mit Sofia Coppola, Alejandro González Iñárritu, Rachid Bouchareb und Richard Linklater gut vertreten.

Der texanische „Slacker„-Regisseur feiert sogar gleich zweimal Premiere: Im Wettbewerb mit „Fast Food Nation„, der fiktionalen Verfilmung des Bestsellers von Eric Schlosser, und in der Sektion Un Certain Regard mit „A Scanner Darkly„, einem Sci-Fi-Thriller über eine Welt des gegenseitigen Ausspionierens, der - ähnlich wie Linklaters „Waking Life“ - zeichnerisch nachbearbeitet wurde.

Kino aus Asien: "Summer Palace" Bild: Flying Moon Filmproduktion

Un Certain Regard

Un Certain Regard weist ebenfalls eine Reihe bekannter Namen auf, u.a. Marco Bellocchi, Rolf De Heer und György Pálfi, doch ist das Potenzial der überraschenden Entdeckungen hier naturgemäß größer. Im Gegensatz zum Wettbewerb finden sich dort auch mehr Produktionen aus Asien, Osteuropa und Lateinamerika.

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Nachdem sich auch Cannes in den letzten Jahren gern mit asiatischem Kino schmückte, ist dieses Jahr im Wettbewerb lediglich der Chinese Lou Ye („Suzhou River„) mit „Summer Palace“ vertreten, einer Produktion, an der die Flying Moon Filmproduktion aus Potsdam beteiligt ist.

Kino aus Europa

Aus neu mach alt: Festivalleiter Thierry Frémaux setzt doch auf Bewährtes Bild: Scorcelletti/Gamma

Die Dominanz der Europäer - neben den ebenfalls zahlreich vertretenen US-Werken - demonstriert Europas Stärke als Filmregion. Frémaux erklärt: „Mit seinen Meistern im Wettbewerb ruft Europa in Erinnerung, dass es wahrlich eine große Kino-Industrie zu bieten hat.“

Insgesamt präsentiert das Festival in der Sélection officielle 55 Filme aus 30 Ländern, 48 davon als Weltpremiere. Daneben lockt der Filmmarkt internationale Einkäufer mit aktuellen Produktionen aus aller Welt. Der Wettbewerb ist einen Tag länger als in den Vorjahren bei einer gleich bleibenden Anzahl von Filmen, daher wird der Screening-Marathon wohl ein wenig entzerrt. Frémaux weist darauf hin, dass seinem Team daran gelegen ist, die Auswahl überschaubar zu halten, um jedem ausgewählten Film die nötige Aufmerksamkeit zu bieten.

Bei Segeln verliebt sich Miriam in Bill: "Sommer '04 an der Schlei" Bild: Alamode

Aus Deutschland nur Koproduktionen

Wie berichtet, sind die Deutschen im offiziellen Programm nur als Koproduzenten respektive in der Hochschulfilmreihe Cinéfondation mit drei Beiträgen vertreten. German Films meldet noch vor den entsprechenden Pressekonferenzen, dass Stefan KrohmersSommer ’04 an der Schlei“ mit Martina Gedeck in der Quinzaine läuft.

In die Semaine de la Critique sind gleich zwei deutsche Filme eingeladen worden: Matthias Luthardts Debütfilm „PingPong„, Sebastian Urzendowsky und der Kurzfilm „Kristall“ von Christoph Girardet und Matthias Müller.

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