Brutale Szenen bei „James Bond“ konnte Roger Moore nie leiden. Besonders mit Waffen hatte er einige Probleme.

Zu brutal für Moore: "James Bond 007: Der Mann mit dem goldenen Colt" Bild: United Artist

Sieben mal gab Roger Moore den Doppelnull-Agenten: charmant, cool und selten zimperlich. In seinen vor kurzem erschienen Memoiren „My World is my Bond“ gibt der Schauspieler nun zu, dass er gerade mit diesem Aspekt, der brutalen Seite des 007, nie gut klar gekommen ist.

„Bei ‚James Bond 007: Der Mann mit dem goldenen Colt‚ wollte mich Guy Hamilton taffer“, schreibt Moore. „Ich sollte, um an eine Information zu gelangen, Maud Adams den Arm brechen. Diese Art gefiel mir überhaupt nicht. Guy allerdings wollte Bond unbedingt skrupelloser gestalten.“ Moores Vorschlag, Bond doch etwas charmanter agieren zu lassen, ging nicht durch: „Bond hätte das Mädchen ins Bett gelockt und ihr damit die Information abgeluchst. Denn mein Bond war ein Frauenliebhaber und Charmeur.“

Trauma durch Luftgewehr

Die Aversion gegen brutale Szenen, so schreibt Moore, stamme aus einem Erlebnis seiner Jugendzeit: Damals habe ihm ein Freund mit einem Luftgewehr ins Bein geschossen. Dem aktuellen Bond steht Moore, der auch schon mal zugibt, dass Bond ihn eigentlich vor allem wegen des Geldes interessiert habe, gelassen gegenüber:

Bilderstrecke starten(68 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Sir Roger Moore

„Es ist schade, dass Bond sich zu immer mehr Gewalt entwickelt hat. Aber mir ist klar, dass die Zuschauer das wollen und es bringt ja auch Geld in die Kinokassen.“ Von Daniel Craigs Leistung im neuen Bond ist Moore nach wie vor begeistert: „Er ist wirklich gut. Natürlich ganz anders - viel ähnlicher Sean als mir. Er spielt am harten Ende. Aber wirklich fantastisch.“

Zu den Kommentaren

News und Stories

Kommentare