Am Anfang war das Wort: Gottes langer Weg auf die Leinwand.

Ganz relaxed: Regisseur Shadyac und Gott-Darsteller Freeman im Gespräch Bild: Universal

Wie spielt man Gott? Am Set von „Evan Allmächtig“ hat sich Oscarpreisträger Morgan Freeman wegen dieser Frage den Kopf zerbrochen. „Immer wieder hab‘ ich mich dazu verleiten lassen, meine Rolle zu ernst zu spielen. Zum Glück hat mich Regisseur Tom Shadyac andauernd dazu ermuntert, ihr eine gewisse Leichtigkeit zu verleihen“.

Freeman schlüpft für die Fortsetzung des Kinohits „Bruce Allmächtig“ von 2003 bereits zum zweiten Mal als Gott in den weißen Designer-Anzug. Leicht ist es ihm trotz über 40 Jahren Erfahrung offensichtlich nicht gefallen, die richtige Balance zwischen Ehrfurcht und Spaßfaktor zu finden.

Der Klassiker des Monumentalfilms: "Die zehn Gebote" Bild: Paramount Home Entertainment

Stimme aus dem Off

Eine göttlich inspirierte Komödie wäre früher in der Traumfabrik undenkbar gewesen. Schon lange bevor Karikaturen mit religiösen Inhalten heiße Diskussionen auslösten, schob der Motion Picture Production Code von 1930 der Leinwandkarriere des Allmächtigen einen Riegel vor: „Kein Film darf sich über jeglichen Glauben lustig machen.“

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12 Stars, die Rollen nur wegen des Geldes gespielt haben

Das Ergebnis waren fromme Filme wie „Die zehn Gebote“ (1956), in denen die tiefe, einschüchternde Stimme von Charlton Heston die heilige Botschaft verkündet. Auch nachdem der Code in den 70ern seine Gültigkeit verloren hatte, trauten sich viele Macher in Hollywood nicht, Gott ein Gesicht zu geben. In „Zwei vom gleichen Schlag“ (1983) ist Gene Hackman zu hören, aber nur ein grelles Licht zu sehen. Val Kilmer spricht in dem Zeichentrickepos „Der Prinz von Ägypten“ (1998) sowohl Moses als auch den unsichtbaren Schöpfer.

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