Sir Kenneth Branagh

Sir Kenneth Branagh

Leben & Werk

Shakespeare-Darsteller mit Ehrendoktor der Literatur und seit 2012 auch Ritter im Dienste ihrer Majestät Königin Elisabeth II. — kaum ein gegenwärtiger Schauspieler ist so versiert und vielfältig wie Sir Kenneth Branagh. Kein Wunder, dass der gebürtige Ire den Rekord für die meisten Oscar-Nominierungen in verschiedenen Kategorien hält. Mit “Mord im Orient Express” legt Kenneth Brannagh nun erneut eine hervorragende Literaturverfilmung vor.

Kenneth Branagh und Shakespeare

Welcher gegenwärtige Schauspieler kann schon von sich behaupten, Ehrenpräsident der deutschen Shakespeare-Gesellschaft zu sein? Allenfalls käme Michael Fassbender in Frage. Der gebürtige Nordire Sir Kenneth Charles Branagh wiederum hat in seiner Karriere bisher fünf Shakespeare-Verfilmungen („Heinrich V.“, „Viel Lärm um nichts“, „Hamlet“, „Verlorene Liebesmüh‘“, „As You Like It“) selbst inszeniert und teilweise auch die Hauptrolle wie etwa in „Heinrich V.“ gespielt. Darüber hinaus war er in „Othello“ als intriganter Jago zu sehen.

Die Obsession für klassisches Theater prägt Branaghs gesamte Biografie. Nachdem Branagh, der am 10. Dezember 1960 im nordirischen Belfast geboren wurde, mit seinen Eltern nach Reading in der südenglischen Provinz Berkshire gezogen ist, stand er bereits als Schüler auf der Bühne. Nach dem Abschluss studierte Branagh Schauspiel in London und entwickelte sich in den 1980ern zu einem der gefragtesten Bühnendarsteller Großbritanniens, dessen Paraderolle Henry der V. war.

Ende der 80er gründete Branagh darüber hinaus die Renaissance Theatre Company, mit der er überaus erfolgreiche Neuinterpretationen von Shakespeare-Stücken auf die englischen Bühnen brachte.

Kenneth Branagh als Kurt Wallander

Abgesehen von seiner Liebe zu Shakespeare ist Kenneth Branagh auch als echter Krimi-Fan bekannt. Dass er sich mit dem Genre ausgezeichnet auskennt, dürfte nicht erst seine kongeniale Verfilmung des Agatha Christie-Klassikers „Mord im Orient Express“ beweisen. Für die BBC schlüpfte Branagh von 2008 bis 2015 darüber hinaus in die Rolle des schwedischen Kommissars Kurt Wallander. In insgesamt zwölf Filmen spielte Branagh den griesgrämigen Ermittler, der im schwedischen Ystad Kriminalfälle nach der Vorlage von Henning Mankell löst.

In Deutschland sind die zwölf Wallander-Filme mit Kenneth Branagh im ARD gezeigt worden. Für seine darstellerische Leistung als Kurt Wallander wurde Branagh im Jahr 2009 für einen Emmy nominiert. Einen chronologischen Überblick über alle Wallander-Filme mit Kenneth Branagh findet ihr in der Liste:

Kenneth Branagh als Regisseur

Während Kenneth Branagh im Lauf seiner Karriere in Blockbustern wie „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“, „Operation Walküre — Das Stauffenberg Attentat“, „My Week with Marylin“ oder „Dunkirk“ zu sehen war, hat er sich vor allem als Regisseur hervorgetan. Branagh verfilmte nicht nur Shakespeare, sondern hat sich mit dem ersten „Thor“-Film auch in das Marvel-Universum eingeschrieben. Weltweit spielte die Comic-Verfilmung knapp 450 Millionen Dollar ein.

Einen weiteren Welterfolg legte Branagh mit der Realverfilmung des Disney-Klassikers „Cinderella“ hin. Das zauberhafte Märchen konnte mit einem weltweiten Einspielergebnis von knapp 540 Millionen Dollar sogar den Erfolg von „Thor“ überbieten und wurde für die prachtvollen Kostüme sogar für einen Oscar nominiert. Im Lauf seiner Karriere erweist sich Branagh damit als echter Alleskönner, der nicht nur Comic-Verfilmungen und Märchen, sondern mit „Mord im Orient Express“ auch einen Krimi sowie mit „Jack Ryan: Shadow Recruit“ einen politischen Thriller vorgelegt hat.

Kenneth Branagh: Auszeichnungen

Einen kompletten Überblick über die ganze Reihe an Auszeichnungen zu erhalten, die Branagh in seiner Karriere am Theater sowie im Filmbusiness erhalten hat, ist nahezu unmöglich. Allein im Hinblick auf Oscar-Nominierungen ist Branagh ein Rekordhalter. Mit einer Nominierung als „Bester Darsteller“ und „Bester Regisseur“ („Henry V.“), für das „Beste Drehbuch“ („Hamlet“), die „Beste Nebenrolle“ („My Week with Marylin“) und den „Besten Kurzfilm“ („Swan Song“) ist Branagh der Künstler, der bisher in den meisten Kategorien nominiert war.

Kenneth Branagh privat

Von 1989 bis 1995 war Kenneth Branagh mit seiner Schauspiel-Kollegin Emma Thompson verheiratet. Die beiden standen in einer ganzen Reihe von Filmen gemeinsam vor der Kamera — zuletzt in der britischen Musikkomödie „Radio Rock Revolution“. Die Beziehung zerbrach jedoch, als Branagh während der Dreharbeiten zu „Mary Shelley’s Frankenstein“ ein Affäre mit Helena Bonham Carter begann. Seit 2003 ist Branagh mit Lindsay Brunnock verheiratet.

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