Leben & Werk

Als einer der ganz Großen des englischen Theaters, war der 1953 geadelte Sir John Gielgud (1904 – 2000) neben Sir Laurence Olivier und Kenneth Branagh der beste Shakespeare-Sprecher und -Interpret. Gielguds auch in entsprechenden Shakespeare-Filmen sichtbare Nuancen speisten sich aus einem eher nach innen gekehrten Spiel, das in Orson Welles‘ „Falstaff“ (1966), wo Gielgud König Henry IV. spielte, einen der Höhepunkte seiner Filmkarriere markierte. Der andere war der auf ihn zugeschnittene Prospero in Peter Greenaways „Sturm“-Adaption „Prosperos Bücher“ (1991).

Der als steif geltende Gielgud, der schon für Alfred Hitchcock gearbeitet hatte („Der Geheimagent„, 1936), trat über Jahrzehnte nur sporadisch im Film (in allerdings brillanten Nebenrollen) auf, bis er in den 70er Jahren mit einer Reihe anspruchsvoller TV-Serien bekannt wurde und im Spielfilm als Dudley Moores Butler in „Arthur – Kein Kind von Traurigkeit“ 1981 einen „Oscar“ als bester Nebendarsteller erhielt. Gielgud, der nie verheiratet war und in einem Schloss nördlich von London residierte, zog sich 1989 vom Theater zurück. Er veröffentlichte vier Bücher über das Theater und sein Leben.

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