Sir Carol Reed

Producer • Regisseur
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Leben & Werk

Er schrieb zusammen mit Graham Greene und Orson Welles mit „Der dritte Mann“ Filmgeschichte, inszenierte mit „Ausgestoßen“ eines der Meisterwerke des britischen Nachkriegsfilms in der Tradition des Film noir und erhielt für sein Musical „Oliver“ 1968 den Regie-„Oscar“. Carol Reed (1906 – 1976) begann als Bühnenschauspieler und Dramaturg für Edgar Wallace bei der Bearbeitung seiner Romane, debütierte 1935 als Regisseur und inszenierte mehrere Filme, die in der britischen Arbeiterklasse angesiedelt sind. Sein schnörkelloser Stil und die technische Meisterschaft machten ihn schnell bekannt. Im Zweiten Weltkrieg zeichnet er, nach einem Drehbuch von Eric Ambler und Peter Ustinov, in „The Way Ahead“ ein realistisches Bild einfacher Soldaten. Der Welterfolg „Ausgestoßen“ führt James Mason als angeschossenen irischen Rebellen nach einem Banküberfall durch die düsteren Straßen von Belfast, wo er von Polizei und IRA gejagt wird. Der Film brachte Reed einen Vertrag mit Produzent Alexander Korda, für den er den psychologischen Thriller „Kleines Herz in Not“ drehte. Reeds Meisterwerk wurde der an den Originalschauplätzen in Wien und dessen Kanalisation gedrehte „Der dritte Mann“, für den der Schriftsteller Graham Greene das Drehbuch verfasste. Die Geschichte um den Penicillin-Schieber Harry Lime (Orson Welles, der seinen Dialog in der berühmten Szene auf dem Riesenrad im Prater selbst schrieb) wurde einer der populärsten europäischen Nachkriegsfilme, die Zither-Musik von Anton Karas ein Welt-Hit. Greene schrieb für Reed das Script zu der Spionage-Komödie „Unser Mann in Havanna“ (mit Alec Guinness). Mit Burt Lancaster und Gina Lollobrigida entstand der Artisten- und Zirkus-Film „Trapez„, mit Charlton Heston die Michelangelo-Biographie „Inferno und Ekstase„. Die Regie von „Meuterei auf der Bounty“ (die Version mit Marlon Brando) musste Reed 1962 an Lewis Milestone abgeben. Reed war mit der Schauspielerin Diana Winyard verheiratet. 1952 wurde er für seine Verdienste um die englische Filmindustrie geadelt.

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