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Leben & Werk

Simone Signoret, eine der großen Charakterdarstellerinnen des französischen Films, steht für die Epoche des unmittelbaren Nachkriegsfilms, wo sie laszive junge Frauen spielte, die als Prostituierte, Gangsterliebchen oder Mädchen am Hafen Männer um den Verstand bringen. Zu den wichtigen Filmen dieser Zeit zählen „Schenke zum Vollmond“ und „Goldhelm“, wo die füllig werdende Blondine mit ihrer turmartigen Frisur unter den anderen Mädchen hervorsticht. Signoret (1921 – 1985) spielte in Max Ophüls‘ Schnitzler-Verfilmung „Der Reigen“ die Dirne, mit der der Film beginnt und endet. Ihrem Spiel liegt ein sanft ironischer Ton zu Grunde, und sie bewies in der Emile-Zola-Verfilmung „Therese Raquin“ viel Sinn für die von Schuld gequälte Titelheldin. In den 50ern trat sie erfolgreich auf dem Theater auf und wurde mehrfach ausgezeichnet. 1958 erhält sie für „Der Weg nach oben“ den „Oscar“ als beste Hauptdarstellerin und den Darstellerpreis in Cannes. In den 60ern gehörte sie bereits zu den internationalen Stars, die in Filmen wie „Brennt Paris?“ oder „Das Narrenschiff“ zu den illustren Ensembles gehörten. Sie verkörperte jetzt reife Frauen, die mit ihrer Vergangenheit umgehen können. In den 70ern spielte sie in einigen Kriminalfilmen, unter anderem nach Vorlagen von Georges Simenon („Der Sträfling und die Witwe“, „Die Löwin und ihr Jäger“, „Police Python 357“), die alle erfolgreich waren. 1971 erhielt sie für „Die Katze“, in dem sie mit Jean Gabin einen für sie tödlich endenden Ehekrieg ausficht, den „Goldenen Bären“ als beste Darstellerin. 1978 gewann sie für die alte Jüdin in „Madame Rosa“ den „César“ als beste Hauptdarstellerin. Signoret blieb wegen ihres linken Engagements der Weg ins (staatliche) Fernsehen bis kurz vor ihrem Tod versperrt. Sie war erst mit dem Regisseur Yves Allégret und seit 1951 bis zu ihrem Tod mit dem Schauspieler und Chansonnier Yves Montand verheiratet. 1976 veröffentlichte sie ihre Memoiren, 1979 einen Folgeband. Ihr Roman „Adieu, Volodja“ erschien 1984.

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