Leben & Werk

Wie Peter Weir, Bruce Beresford und Fred Schepisi gehört Simon Wincer zu den australischen Regisseuren und Produzenten, die nach Film- und TV-Erfolgen in ihrer Heimat in Hollywood Fuß fassen konnten, im Fall von Wincer, der der älteste aus dieser Gruppe von Filmemachern ist, mit TV-Filmen, Western-Motiven und mit Tieren in tragenden Rollen. Auf sein Konto geht mit dem ersten „Free Willy„-Abenteuer der erfolgreichste der drei Filme um den menschenfreundlichen Orca-Wal, der durch seinen weltweiten Erfolg Bürgerinitiativen für die Erhaltung der Orcas ins Leben rief. Wincer begann mit TV-Serien und machte nach seinem Regiedebüt „The Day After Halloween“ mit „Harlekin“, der Geschichte eines Wunderheilers, auf sich aufmerksam. Um Pferde in Australien drehten sich „Phar Lap – Legende einer Nation“ (die Story um ein Turnierpferd), „The Man from Snowy River“ (ein Western, den er nur produzierte), „The Lighthorseman“ (über einen historisch berühmten Kavallerieangriff) und, mit „Magnum“ Tom Selleck in der Hauptrolle, der Western „Quigley – Der Australier„. In Hollywood schaffte er einen historischen Rekord, als seine vierteilige Mini-Serie „Lonesome Dove – Once Upon a Time – Die Fährte des Adlers“, wieder ein Western-Epos, für 18 Emmys nominiert wurde und sieben davon gewann, einen für Wincer als Regisseur. Nach dem Welterfolg von „Free Willy“ gewann Wincer den für seine Arbeitsfaulheit bekannten Star Paul Hogan („Crocodile Dundee„) für die Hauptrolle als Westerner mit Brille in der Parodie „Lightning Jack„, die Cuba Gooding Jr., als Partner Hogans, bekannt machte. Erst sieben Jahre später konnte Wincer Hogan erneut inszenieren: In „Crocodile Dundee in Los Angeles“ erlebt der australische Macho und Naturbursche mit der ledergegerbten Haut die aus den Vorgängerfilmen bekannten Kulturschocks, macht sich wie einst über Leitungsrohre und Duschen lustig und löst mit Ehefrau Linda Kozlowski einen Kriminalfall in Hollywood-Studios. Weniger erfolgreich waren Wincers Militärkomödie „Operation Dumbo„, in dem ein Elefant während des Vietnam-Krieges gerettet wird, und die Comic-Verfilmung „The Phantom“, in dem Billy Zane als Comic-Figur mit schwarzer Maske und rotem Umhang gegen Bösewichte antritt.

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