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Leben & Werk

Liederlich, schlampig, dabei sensibel und unter der rauen, oft ordinären Schale höchst verletztlich, ist die rundliche und diese Reize der mütterlichen Erotik voll ausspielende Shelley Winters häufig in Rollen zu sehen, in denen sie sehr wohl weiß, dass ihre beste Zeit vorbei ist und sie um Teile ihrer Jugend betrogen wurde, auch wenn sie den Sex in allen Formen ausgekostet hat. Die am Actor’s Studio ausgebildete, 1922 geborene Shelley Winters wird von Montgomery Clift als dessen schwangere Braut in „Ein Platz an der Sonne“ ermordet, spielte in Western und späten Films noirs, war die von Robert Mitchum gelinkte Witwe in „Die Nacht des Jägers“ und die Mutter von Nabokovs/Kubricks „Lolita“. Für die Rolle einer Blinden in „Träumende Lippen“ erhielt sie 1965 den Nebenrollen-„Oscar“. In späteren Jahren nahm das Drastische ihrer Rollen zu, war sie eine überwältigende Bandenchefin mit Zigarre und MP am Busen in Roger CormansBloody Mama„, eine Concierge in Polanskis „Der Mieter“, jüdische Momme in „Ein Haar in der Suppe“ und begnadetes Schandmaul in Blake Edwards Hollywood-Satire „S.O.B.“, wo sie auf der Krankenbahre gierig auf den Moment wartet, an dem Julie Andrews ihre nackten Brüste zeigt. Winters trat in Katastrophenfilmen („Die Höllenfahrt der Poseidon„) und in Blaxploitation-Filmen („Ein Fall für Cleopatra Jones„) auf, widmete sich der Theaterarbeit, war gelegentlich im Fernsehen zu sehen, hin und wieder in europäischen Filmen („Die Bestie mit den Todesarmen“) und einige Jahre mit Vittorio Gassman verheiratet. 1980 und 1989 veröffentlichte sie ihre Memoirenbände. Shelley Winters starb am 14. Januar 2006 im Alter von 85 Jahren.

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