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Leben & Werk

Italienischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor, der vom Theater zum Film kam. Wegen seiner Vielseitigkeit ist Sergio Rubini jedem Rollenschema entgangen, hat vom jungen Liebhaber bis zum mittelalten Ehemann, vom Politikersohn bis zum Barbesitzer die unterschiedlichsten Rollen gespielt. Als Regisseur hat Rubini seit seinem gefeierten Debüt „La stazione - Der Bahnhof“ (1990) sechs Spielfilme inszeniert, zunehmend ungewöhnlichere Geschichten aus Romanze, Krimi, Horror und Drama, von der italienischen Kritik als „voller Abenteuer, Unebenheiten und wohltuender Unordnung in der gewagten Mischung der Genres und Stile“ charakterisiert.

In Kammerspiel „La Stazione“ ist Rubini eigener Hauptdarsteller und als junger Bahnhofsvorsteher in der Provinz hoffnungslos in Margherita Buy verliebt, die in seinem siebten Spielfilm „L’amore ritorna - Die Rückkehr der Liebe“ (2004), der um die Krise eines Schauspielers kreist, zum Ensemble gehört. Buy spielt in Giovanni Veronesis „Handbuch der Liebe“ (2005), einer der größten italienischen Kassenerfolge, Rubinis Ehefrau in einer zur Routine gewordenen Beziehung, die durch seine nächtliche Begegnung mit einer jungen Frau zerbricht. Das Motiv stammt aus Rubinis zweitem Spielfilm „La bionda - Die geheimnisvolle Blonde“ (1992), wo Nastassja Kinski nachts blutüberströmt vor Rubinis Wagen läuft und sein Leben aus den Fugen bringt.

Sergio Rubini wurde 1959 in Grumo Appula auf Bari geboren und zog 1978 mit der Familie nach Rom. Dort studierte er an der Accademia d’Arte Dramatica und machte sich als Theaterschauspieler und -regisseur einen Namen, bevor er sich dem Film zuwandte. In kleinen Rollen ist er 1987 Sohn des entführten und ermordeten Ministerpräsidenten Aldo Moro (Gian Maria Volonté) in „Der Fall Moro“ und junger Reporter in Federico FellinisIntervista„. Für Giuseppe Tornatore spielt Rubini einen jungen Polizisten in „Eine reine Formsache“ (1994), was ihm die Rolle des Matt Damon verfolgenden römischen Inspektors in Anthony MinghellasDer talentierte Mr. Ripley“ einbringt. Rubini ist der Schriftsteller Eugène Sue im TV-Zweiteiler „Balzac“ mit Gérard Depardieu.

In Gabriele Salvatores SF-Thriller „Nirvana“ (1997) ist Rubini die Computerspielfigur, mit der sich Christopher Lambert anfreundet, und in Salvatores „Amnèsia“ (2002) Barbesitzer auf einem Strand in Ibiza, wo ihm ein Paket mit Kokain in die Hände fällt, das sein Leben ändern könnte. In der TV-Produktion „Sacco & Vanzetti“ (2005) um die 1926 in den USA hingerichteten Arbeiter und Anarchisten spielt Rubini den Nicola Sacco, den 35 Jahre zuvor Gian Maria Volonté in Giuliano Montaldos gleichnamiger Kinoversion verkörpert hatte. Rubinis weltweit bekannteste Rolle ist Dismas der Schächer, einer der beiden Räuber, die in Mel GibsonsDie Passion Christi“ (2004) am Kreuz neben Jesus hängen; Dismas bereut und bittet Christus, seiner zu gedenken, wenn er im Paradiese sei, was Christus bejaht (Lukas-Evangelium).

Der namensgleiche Sergio Rubini ist ein italienischer Kameramann.

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