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Topstars beim New York Filmfestival

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Sean Penn Poster
© Warner

Ein Festival mit Tradition: Bereits zum 41. Mal präsentierte die Film Society of Lincoln Center vom 3. bis 19. Oktober das New York Film Festival.

Staraufgebot für "Mystic River": Regisseur Clint Eastwood mit Sean Penn und Kevin Bacon Bild: Warner

Unter den 26 Filmen und 15 Kurzfilmen aus 21 Ländern lief als deutscher Beitrag auch Sebastian Dehnhardts TV Produktion „Stalingrad“. Die Trilogie über die Entscheidungsschlacht des 2. Weltkriegs, eine Mischungaus Dokumentation und Fiktion mit bisher unveröffentlichtem Filmmaterial, Augenzeugenberichten und 3D-Animation, wurde in einer Sondervorführung gezeigt.

Unter dem Motto „Around the World in 17 Days“ blieb das vor 40 Jahren mit Luis Bunuels „Exterminating Angel“ gestartete Filmfest ansonsten seinem Anspruch treu, nur die besten Filme eines Jahrgangs aufzunehmen. Einzige Auswahlkriterien für die Jury, die auch auf jegliche Preisvergaben verzichtet: die Filme sollen im gleichen Jahr produziert und noch nicht in New York gelaufen sein.

Einer der Cannes-Abräumer: Claude Chabrols "Die Blume des Bösen" Bild: Concorde

New York als Nachzügler

Eröffnungs- und Abschlussfilm legten die Festival-Latte hoch: Clint Eastwoods dunkles Alters-Meisterwerk „Mystic River“ und „21 Gramm„, der nach „Amores Perros“ zweite Film des mexikanischen Wunderkinds Alejandro Gonzalez Inarritu. Dass beide Filme bereits in Cannes und Venedig für Begeisterung gesorgt hatten, stört in Manhattan keinen: In New York spielt man schon immer die Highlights anderer Festivals nach.

In diesem Jahr wurde die Opening und Closing Night zu einem Tribut an Sean Penn, der in beiden Filmen beweist, dass er sich auf dem Zenit seiner Schauspielkarriere befindet. Seine herausragende Darstellung spornt seine brillanten Mitspieler - Kevin Bacon und Tim Robbins in „Mystic River“, Naomi Watts und Benicio Del Toro in „21 Grams“ - ebenfalls zu Höchstleistungen an.Das zentrale Thema beider Filme: der Versuch, mit Verlust, Trauer und Wut fertig zu werden und Überlebensstrategien zu entwickeln.

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Hunde, Elefanten und Barbaren

Zwischen diesen filmischen Schwergewichten musste sich das ambitionierte Programm seine Aufmerksamkeit erkämpfen, auch wenn mit „Dogville„, „Die Invasion der Barbaren“ und „Elephant“ weitere starke Titel vertreten waren. Ferner liefen Cannes-Abräumer „Distant“, Festival-Liebling „Young Adam„, aber auch „Die Blume des Bösen“ und die polnische Produktion „Pornography“ sowie George Hickenloopers bemerkenswerte Dokumentation „Mayor of the Sunset Strip“ und Errol Morris‘The Fog of War“ über Robert McNamara.

„Views from the Avantgarde“ bot Innovatives, und mit einer 36 Filme umfassenden, bis in den November andauernden Retro feiert man den 100. Geburtstag der japanischen Regie-Legende Yasujiro Ozu.

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65.000 können nicht irren

Trotz der Konkurrenz aus Downtown, wo Robert De Niro im Mai bereits zum zweiten Mal sein stargespicktes Tribeca Film Festival veranstaltet hatte, bleibt man im ehrwürdigen Lincoln Center, gleich neben der Met, gelassen. Man sieht keinen Grund, irgend etwas am Konzept zu ändern. De Niro bringe zwar die Hollywood-Stars in die City, doch er beginne gerade erst, an der Oberfläche seines ambitionierten Projekts zu kratzen, kommentiert man Uptown.

Dem Publikum, das sich nicht durch das übliche Dickicht von mittelmäßigen Filmfest-Programmen arbeiten muss, kommt das zugute. Es belohnte die Organisatoren mit 65.000 gekauften Tickets, was einer Auslastung der Screenings von 98 Prozent gleichkommt. Die Frage bleibt aber, ob sich die Zuschauer nicht auch bereitwillig auf einen Trip in etwas unbekanntere Filmwelten wagen würden.

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