Leben & Werk

Sie bezeichnete die 60er Jahre, in denen sie mit ihren großen grau-grünen Augen und dem schönen Lachen populär wurde, als ihre „Teenager-Zeit“. Sarah Miles, 1941 in England geboren, debütierte in „Spiel mit dem Schicksal“ als in ihren Lehrer verliebte nymphomane Schülerin und wurde durch Klassiker wie Michelangelo Antonionis „Blow Up“ oder als inzestuöse Schwester des Butlers (Dirk Bogarde) in Joseph Loseys „Der Diener“ bekannt. 1970 erhielt sie für ihre Rolle der jungen Irin in David Leans Epos „Ryans Tochter“ eine „Oscar“-Nominierung. Miles, deren Frauen kokette Jungfrauen, biestige Luder und sexuell verspielte, leicht exzentrische Charaktere mit Lebenshunger und Risikobereitschaft sind, spielte in den 70ern in wenigen Filmen, so in dem wegen Miles‘ expliziten Liebesszenen mit Kris Kristofferson in den USA berühmt gewordenen „Der Weg allen Fleisches“ und die englische Adelige in „Botschaft für Lady Franklin“ (Darstellerpreis in Cannes 1973). Die Schauspielerin gehörte zu der Gruppe von Frauen, die sich in Joseph Loseys letztem Film „Steaming“ in einer Sauna treffen, und erregte Aufsehen mit ihrer Masturbationsszene am Sarg ihres Liebhabers in „Die letzten Tage in Kenia“. In John Boormans inzwischen legendärem „Hope & Glory“ war sie die Mutter der drei Kinder, die in London während der deutschen Luftangriffe leben, spielen und Erfahrungen machen. Sarah Miles ist die Schwester des Regisseurs Christopher Miles und war zwei Mal mit dem Drehbuchautor Robert Bolt (1967 bis 1974 und 1988 bis zu dessen Tod 1995) verheiratet. Sie arbeitete auf dem Theater, unter anderem in einer Ein-Frau-Show (1978), und wurde vom National Theatre wegen Differenzen mit dem Regisseur aus einer Produktion entlassen.

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