Sarah Connor

Musikerin • Synchronsprecherin
Sarah Connor Poster
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Leben & Werk

Vom niedersächsischen Provinznest Delmenhorst aus startete Sarah Connor eine außergewöhnliche Popkarriere, die sie an die Spitze der deutschen Charts, später sogar in die US-amerikanischen Hitlisten führte.

Bereits mit ihrer Debütsingle „Let’s Get Back To Bed Boy“ gelang der am 13. Juni 1980 in Delmenhorst geborenen Blondine im Jahr 2001 der Sprung nach ganz oben in die Charts: Der R’n’B-lastige Song, den Connor zusammen mit US-Supertstar TQ eingespielt hatte, kletterte bis auf Platz zwei, kräftig angeschoben von einem Video, in dem sich die dralle Blondine ausgiebig lasziv räkelte. Auch die zweite Single „French Kissing“ erreichte gute Charts-Positionen in den Top 30, und auch das europäische Ausland fand rasch gefallen an der Sängerin. Connor sammelte Edelmetall in Deutschland und Österreich ein und wurde wenig später von Viva als nationale Newcomerin mit einem Comet-Award ausgezeichnet.

Der breite Durchbruch gelang mit der Ballade „From Sarah With Love“: Die Single stürmte auf Platz eins der deutschen Charts und verkaufte in der Folge über 750.000 Einheiten. Bundesweites Aufsehen erregte die Sängerin mit ihrem Auftritt bei „Wetten Dass …?“, den sie in einem fast durchsichtigen, dabei aber nicht unbedingt vorteilhaften Kleid sang. Die „Bild“-Zeitung ging am folgenden Montag auf der Titelseite anhand von Bildmaterial ausgiebig der Frage nach, ob die Sängerin unter dem transparenten Textil nun einen Slip getragen habe oder doch nicht. Der Medienaufruhr verfehlte seine Wirkung nicht und ließ die Verkaufszahlen ihres wenig später veröffentlichten Debütalbums „Green Eyed Soul“ in die Höhe schnellen. Die CD kletterte bis auf Platz zwei der Charts, verkaufte über 450.000 Einheiten und wurde bald ausgiebig mit Gold- und Platin-Auszeichnungen dekoriert. Auch in Finnland, Griechenland, Polen, Österreich, Schweiz, Belgien, Portugal und den Niederlanden kletterte die CD bis in die Top Ten. Sarah Connor wurde zum europaweiten Superstar.

Während ihre überwiegend minderjährigen Fans die Sängerin verehrten, konnte sie die Musikpresse nur schwer überzeugen. Die großen Musikmagazine taten sie als wenig originellen Abklatsch von Britney Spears ab und attestierten ihr musikalische Qualitäten, die höchstens zu einer Karriere als Dorf-Disco-Queen reichen würden. Ein Medienvertreter brachte das provinzielle Auftreten der Sängerin mit einem leicht abgewandelten Frank-Sinatra-Zitat auf den Punkt: „You Can Take The Girl Out Of Delmenhorst, But You Can’t Take Delmenhorst Out Of The Girl“. Diese Kritik konnte die Sängerin indes getrost kalt lassen: Sie nahm 2002 ihren ersten Echo als Künstlerin des Jahres in Empfang und ging dann auf ausverkaufte Tournee durch Europa. Im September 2002 legte sie mit „One Night Stand (Of Wolves And Sheep)“, an der Seite von US-Starproduzent Wyclef Jean den Single-Vorboten ihres zweiten Albums nach.

Die Single kletterte bis auf Platz fünf der Charts. Das wenig später veröffentlichte Album „Unbelievable“ erreichte Platz zehn und innerhalb von wenigen Tagen Goldstatus. Mitte 2003 verkündete Sarah Connor der Welt, dass sie schwanger sei. Bevor sie sich mit Ehemann Mark Terenzi in die Babypause verabschiedete, absolvierte die Sängerin noch einen Auftritt mit einem Klassik-Orchester, der später auf der DVD „A Night To Remember: Pop Meets Classics“ erschien, und veröffentlichte ihr drittes Album „Key To My Soul“, mit dem sie Platz acht der Chart erreichte. Zuvor durfte sich Sarah Connor im Verbund mit der US-A-Capella-Band Naturally Seven über ihren zweiten Nummer-Eins-Hits in den Singles-Charts mit „Music Is The Key“ freuen. Und auch ihre dritte Nummer-Eins-Single gelang der Sängerin noch vor der Baby-Auszeit mit der Ballade „Just One Last Dance“. Untersützt wurde sie dabei von Natural, der Boyband, mit der ihr Mann Mark seinen Lebensunterhalt verdiente.

Am 2. Februar 2004 kam Sohn Tyler zur Welt, und das Ehepaar Connor zog sich weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Doch in Sachen Karriere ging es für Sarah Connor auch ohne aktives Zutun weiter steil bergauf. Ihre Single „Bounce“ kletterte in den USA bis auf Rang elf der Airplay-Charts, ein eigens für den US-Markt kompiliertes „Best-Of“-Album erreichte ebenfalls vielversprechende Charts-Platzierungen. Auch in Japan und Großbritannien verkauften sich die Veröffentlichungen der pausierenden Sängerin exzellent. Nach rund einem Jahr Babypause meldete sich Sarah Connor im November 2004 mit der Ballade „Living To Love You“ standesgemäß auf Platz eins der Charts zurück. Pünktlich zur Veröffentlichung ihres vierten Album „Naughty But Nice“ versuchte sich die Sängerin auch erstmals als Synchronsprecherin für den Zeichentrickfilm „Robots“, für den sie mit „From Zero To Hero“ auch den Titelsong beisteuerte. Single wie Album kletterten im März 2005 mühelos auf Platz eins der Charts und machten rasch klar, dass die mittlerweile mit punkiger Kurzhaarfrisur ausgestattete Sängerin ihre Erfolgsgeschichte wohl mühelos würde fortsetzten können.

In der Folgezeit war die junge Mutter aus der deutschen Medienlandschaft kaum mehr wegzudenken und sorgte dabei mit einigen denkwürdigen TV-Auftritten für Verwunderung und Amüsement. So entfiel ihr Ende Mai bei einem Auftritt vor einem Länderspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft der Text der deutschen Nationalhymne, und sie ersetzte kurzerhand die Zeile „Blüh im Glanzes dieses Glückes“ durch die überraschende Neudichtung „Brüh im Lichte dieses Glückes“. Am nächsten Tag fand sich Connor ob dieses kuriosen Versingers auf der Titelseite der „Bild“-Zeitung wieder. Kaum einen Monat später startete die Doku-Soap „Sarah & Marc In Love“, die Sarah und ihren designierten Ehemann Marc Terenzi über Wochen bei den Hochzeitvorbereitungen begleitete. Das große Finale, in dem die Sängerin ihrem Langzeit-Freund vor der Kulisse eines spanischen Sonnenuntergangs am Strand das Ja-Wort gab, verfolgten über vier Millionen Zuschauer und bescherten der durchweg erfolgreichen Serie damit ihren Höhepunkt. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft meldete sich Connor mit einem neuen Album voller Weihnachtslieder zurück und kletterte damit bis auf Platz vier der Charts. Auch ihr Ehemann konnte ob seiner massiven TV-Präsenz in den Charts reüssieren und platzierte seine ersten Solo-Singles „Can’t Breathe Without You“ und „Heat Between The Sheets“ in respektablen Regionen der Charts. Nachdem Sarah Connor im Juni 2006 ihr zweites Kind auf die Welt gebracht hat, macht sie sich auch schon an die Arbeit zu einem neuen Album. „Soulicious“ kam im März 2007 auf den Markt in reüssierte auf Rang sechs der Charts.

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