"Tron 2", "Thor", "Avengers" und der "300"-Nachfolger: Highlights der Comic-Con

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Samuel L. Jackson Poster

Die Publikumsmesse Comic-Con zeigte sich auch in diesem Jahr besonders filmlastig. Kein Wunder, sind Comicverfilmungen doch ein lukratives Geschäft für die Studios, und mit frühem, klugem Marketing über die Fan-Bases kann ein Hype kreiert werden, der sich später auch höchst lukrativ an den Kinokassen auswirkt.

Einer der größten Blockbuster-Kandidaten auf der ComicCon: "Thor" von Shakespeare-Spezialist Kenneth Branagh mit Chris Hemsworth ("Star Trek"), Natalie Portman, Anthony Hopkins und Samuel L. Jackson. Bild: Paramount

Wenn alles gut läuft, wird in San Diego die Basis für einen großen Hype gelegt. Wenn die größten Fan-Boys in Blogs, Plattformen oder auf Twitter anerkennend den Daumen heben, multipliziert sich die frohe Kunde von einem Must-See-Film schnell ins Abertausendfache. Paradebeispiele dafür sind „Iron Man„, „Twilight“ und „Avatar„. Dass ein positiver Comic-Con-Auftritt nicht zwangsläufig in Boxoffice-Segen mündet, zeigt dagegen das Beispiel „Snakes on a Plane„.

Auf der Comic-Con, die in diesem Jahr 126.000 Besucher anzog, werden keine kompletten Filme gezeigt. Doch gerade die erstmals gezeigten Ausschnitte schüren das Interesse. Noch dazu, wenn das Material mit entsprechendem Aufwand und Staraufgebot präsentiert wird. Was einst als kleine Veranstaltung mit einem versprengten Häuflein Comicfans in Superheldenkostümen begann, hat sich inzwischen zum Promopflichttermin der Hollywoodstars etabliert, sodass ein Filmprojekt nicht selten in Mannschaftsstärke präsentiert wird.

Das erste Szenenfoto gab's aus "Cowboys and Aliens" zu sehen, einem SF-Western mit Daniel Craig Bild: Paramount

Einen großen Auftritt hatte in diesem Jahr . Der traditionsreiche Comicverlag präsentierte gleich drei kommende Kinoattraktionen. Der größte Starauftrieb der Comic-Con herrschte wohl bei „The Avengers„, einem in den 1940er-Jahren angesiedelten Marvel-Abenteuer, in dem Superhelden wie Iron Man, Thor und Captain America gemeinsam die Welt retten. Kevin Feige, Präsident der Marvel Studios, präsentierte die Darsteller Robert Downey Jr., Scarlett Johansson, Samuel L. Jackson, Chris Hemsworth, Chris Evans, Jeremy Renner und Mark Ruffalo - der nun Edward Norton als Hulk ersetzt - in einer aufwendigen Show. „The Avengers“ wird erst im Mai 2012 in die Kinos kommen - doch die Begehrlichkeiten auf den Film wurden jetzt mit Standing Ovations auf der Comic-Con geweckt. Auch Footage von „Thor“ (5. Mai 2011) und „Captain America“ (Herbst 2011) kamen bei den Fans gut an.

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10 Stars, die versehentlich den Tod eines Charakters verraten haben

Kräftig die Werbetrommel wurde auch für „Tron: Legacy“ (27. Januar 2011) gerührt; der Film hatte nun schon seinen dritten Comic-Con-Auftritt. Vor zwei Jahren testete das Studio in San Diego, ob eine „Tron„-Fortsetzung Sinn macht. Das erste Material kam so gut an, dass sich die Macher in ihren Plänen bestätigt sahen. Nun zeigte man einen neuen Trailer und präsentierte neben dem Tron-Erfinder Steven Lisberger u. a. Jeff Bridges, Michael Sheen und Bruce Boxleitner.

Mit Guillermo del Toro zeigte sich einer der ganz großen Genrehelden. Er kam zur Präsentation des Horrorfilms „Don’t Be Afraid of the Dark„, an dem er als Drehbuchautor und Produzent (gemeinsam mit Mark Johnson) beteiligt ist. Inszeniert wurde der Film von Erstlingsregisseur Troy Nixey. Der Film, in dem Katie Holmes die Hauptrolle spielt, basiert lose auf einem gleichnamigen US-Fernsehfilm aus den 1970er-Jahren.

Neben Marvel produziert auch DC Comics Verfilmungen seiner Comicabenteuer. Im Mittepunkt stand „The Green Lantern“ (16. Juni 2011), von dem man sich Serien-Potenzial erhofft. Ryan Reynolds war selbstverständlich persönlich erschienen; er spielt den grün leuchtenden Superhelden, der mittels eines magischen Rings alle erdenklichen Dinge und Lebewesen zum Leben erwecken kann.

Auch Robert SchwentkesR. E. D.“ (28.Oktober), ein Film über einen Ex-Agenten (Bruce Willis), der sein altes Team (Helen Mirren, John Malkovich, Morgan Freeman, Richard Dreyfuss und Ernest Borgnine) noch einmal zusammentrommelt, kam laut Comic-Con-Berichten gut an. Insbesondere die Britin Helen Mirren konnte das Publikum mit ihrem Charme gewinnen.

Viel Aufmerksamkeit gab’s für „Sucker Punch“ (31. März 2011); Regisseur Zack Snyder ist nach „300“ und „Watchmen“ längst ein Star der Comic-Con. Sein neuer Film ist in den 50er-Jahren angesiedelt und erzählt von einem Mädchen, das von seinem Stiefvater in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird und sich dort in eine Fantasiewelt flüchtet.

Mit großem Aufwand wurde „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“ (6. Januar 2011) in Szene gesetzt, eine charmanteMischung aus Realfilm und Comicelementen in 2D über einen Zwanzigjährigen (Michael Cera aus „Juno„), der sich in ein toughes Mädchen (Mary Elizabeth Winstead) verliebt. Um bei ihr zu landen, muss er aber zunächst ihre bösen Exfreunde in Videogame-artigen Kämpfen besiegen.

Zudem gab’s erste Bilder aus Jon FavreausCowboys and Aliens“ zu sehen, einem SF-Western mit Daniel Craig und Harrison Ford, der in Deutschland am 4. August 2011 startet. Für Harrison Ford war es übrigens der erste Comic-Con-Besuch.

Ein weiteres Highlight war der 3D-Film „The Green Hornet“ (13. Januar 2011) von Michel Gondry, die Adaption einer Fernsehserie aus den 60er-Jahren, in dem Bruce Lee als Martial-Arts-Meister Kato Furore machte. Die Neuverfilmung ist gleichzeitig das erste Hollywoodengagement von Christoph Waltz, der hier an der Seite von Cameron Diaz und Seth Rogen als Bösewicht agiert. Auch der österreichische Oscargewinner Christoph Waltz war persönlich angereist und bekannte freimütig, dass er nicht unbedingt der Comictyp sei und „The Green Hornet“ nicht kannte, bis man ihm das Drehbuch geschickt habe.

Viel Beifall gab’s für die Comedy „Die etwas anderen Cops“ (21. Oktober) mit Will Ferrell, Mark Wahlberg, Samuel L. Jackson, Dwayne Johnson und Eva Mendes.

DreamWorks Animation war erstmals auf der Comic-Con vertreten und stellte seinen ersten Superheldenfilm „Megamind“ (2. Dezember) vor. Regisseur Tom McGrath war mit zwei Synchronsprechern des Films angereist: den Komikern Will Ferrell (in einem blauen „Megamind“-Kostüm) und Tina Fey. Sie lieferten eine komödiantische Vorstellung, die wohl darüber hinwegtröstete, dass Sprecher Brad Pitt nicht anwesend war. Ferrell bezog dagegen launig einen Pappaufsteller von Pitt in die Präsentation ein.

Die Präsenz der großen Hollywood-Studios (die nicht nur mit ihren Film-, sondern auch mit Vertretern aus den TV-, Games- und Onlineabteilungen vor Ort waren), war auch in diesem Jahr trotz allgemeiner Sparmaßnahmen ungebrochen. Nicht nur das Convention Center in San Diego, auch die umliegenden Gebäudekomplexe wurden als Werbeflächen und für Promoevents und Partys angemietet.

Inzwischen haben die Studios die Comic-Con so in Beschlag genommen, dass bereits kritische Stimmen laut werden, die bemängeln, dass das Event zu groß und die Events zu stark durchkomponiert seien. So bleibe kaum mehr Raum für Spontaneität und persönliche Begegnungen. Bei all der Macht der Hollywood-Riesen bleiben solche magischen Fan-Momente offenbar immer häufiger auf der Strecke…

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