Leben & Werk

Als einer der Hollywood Professionals des klassischen Studio-Systems, in dem er für Paramount und MGM arbeitete, ist Sam Wood (1883 - 1949), Sohn eines Textilunternehmers, in die Filmgeschichte als Regisseur eines halben Dutzend wichtiger Filme eingegangen. Sein Schaffen lässt sich in zwei Perioden unterteilen. Von 1920 bis 1935 drehte er rund 50 unbedeutende Filme, bis er 1935 mit „Die Marx Brothers in der Oper“ und deren kommerziellen Erfolg in die Oberliga katapultiert wurde, wo er die Chaos-Komödianten noch einmal in „Ein Tag beim Rennen“ (1937) inszenierte. Mit der ersten Version der berühmten Internatsgeschichte „Good Bye, Mr. Chips“ (1939) festigte er seinen Ruf und mit „Unsere kleine Stadt“ (1940), der Verfilmung von Thornton Wilders Bühnenstück, ein Spiegelbild menschlicher Existenz am Beispiel eines Fleckens schuf, in dem nie viel passiert und das Leben seinen Gang geht: damals ein Film für das Selbstverständnis der USA. Der Erfolg blieb Wood treu mit dem Baseball-Film „Der große Wurf“ (mit Gary Cooper) und mit der Ernest-Hemingway-Verfilmung „Wem die Stunde schlägt“ (1943, wieder mit Gary Cooper), einer Geschichte aus dem Spanischen Bürgerkrieg, die Katina Paxinou als spanische Kämpferin Pilar den „Oscar“ für die beste weibliche Nebenrolle einbrachte. Das Kriminalmelodram „Ivy“ (1947) brachte Joan Fontaine eine ihrer besten Rollen. Wood starb an einem Herzanfall, seinen Sarg trugen unter anderem Clark Gable und Produzent Louis B. Mayer. Sam Wood hatte 1944 die berüchtigte antikommunistische „Motion Picture Alliance“ gegründet, deren Mitglieder aus Management und technischem Bereich es sich zur Aufgabe gemacht hatten, diejenigen Personen aus der Filmindustrie zu entfernen, die als „Verräter an amerikanischen Interessen“ galten.

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