Leben & Werk

Ihre Filmkarriere begann, als sie mit unendlich langen Beinen aus dem Hubschrauber stieg, der sie zu den in Korea kämpfenden Truppen in Robert Altmans „M.A.S.H.“ brachte. Der attraktiven blonden Oberschwester wurden von den Männern Streiche gespielt, als sie ihr den Duschvorhang wegzogen und nackt dem Lager präsentierten, oder ihr Gestöhne beim Liebesakt über Lautsprecher hörbar machten. Sally Kellerman, geboren 1937 in Kalifornien, spielte danach nur noch einmal für Altman: als sexy und geheimnisvolle Freundin von Bud Cort in „Auch Vögel können töten“, wo sie sich einen Raben hält und Voraussagen macht. Kellerman hatte 1957 im Film debütiert, gehörte 1968 zu den Opfern des „Würger von Boston“ und wurde nach „M.A.S.H.“ eine typische Schauspielerin der 70er, die in Filmen wie „Rafferty und die Zwillinge“ oder „Der letzte der heißen Liebhaber“ (nach Neil Simon) sexuell emanzipierte, freizügige und leicht neurotische Frauen spielte, die sich durchs Leben treiben lassen, z.B. in Alan Rudolphs „Willkommen in L.A.“. Am Ende des Jahrzehnts ist Kellerman fast vergessen und spielte bis zu Beginn der 90er in Filmen wie „Sommerferien total verrückt„, wo sie sich im weißen Kleid von Marilyn Monroe aus „Das verflixte siebte Jahr“ in eine Teenie-Komödie verirrt, um eine amüsante Sexualerziehung vorzunehmen, oder in „Weekend Warriors“, wo sie sich zu Damenringkämpfen im Schlamm herablässt, oder in der Agentenparodie „Boris & Natasha„, wo sie den Verlockungen des Westens erliegt, oder in einem Abenteuerfilm wie „Das Geheimnis des Mondtals“. Ihre letzte wichtige Arbeit dieser Jahre war Henry Jagloms „Somebody to Love“, wo sie zu den Bohemiens gehört, die in einem leeren Theater über das Leben und die Liebe plaudern. Später trat sie in Horrorfilmen („Devil Dance“) auf. Kellerman spielte in zahlreichen TV-Filmen und Serien mit.

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