Ry Cooder

Schauspieler • Musiker
Ry Cooder Poster

Leben & Werk

Der amerikanische Gitarrist, Komponist und Produzent Ryland Peter „Ry“ Cooder ist vor allem durch sein einzigartiges Slide-Spiel (Bottleneck-Technik) weltbekannt geworden. In den sechziger Jahren spielte er mit Taj Mahal in dessen erster Band Rising Sons, in Captain Beefhearts Magic Band und bei den Raiders. 1970 begann Cooder, Schallplatten unter eigenem Namen zu veröffentlichen. Zuvor war er auf den Stones-Alben „Let It Bleed“ und „Sticky Fingers“ und dem Debüt-Album der Little Feat zu hören gewesen, was ihm zu einer gewissen Bekanntheit innerhalb der Musikerszene verhalf. Zu seinen erklärten Vorbildern zählten Veteranen wie Robert Johnson und John Fahey, was dem Debüt „Ry Cooder“ (1970) deutlich anzumerken ist. Cooder wählte für sein musikalisches Schaffen den Blick zurück, wühlte in Vergessenem und Überkommenem und verpasste manch unbekannter alter Ballade aus der Zeit der Depression ein überraschend neues Gesicht. 1974 spielte er auf dem Album „Paradise and Lunch“ einen Titel mit dem Pianisten Earl Hines, 1976 präsentierte er auf „Chicken Skin Music“ den Klassiker „Stand By Me“ in einer ergreifenden Gospel-Version. Der Kritik gefiel’s, den Fans auch, doch der ganz große Durchbruch blieb dem vielseitigen Multiinstrumentalisten stets versagt, da sich diese enorme Bandbreite nur schwer auf den Geschmack eines Massenpublikums herunterbrechen ließ. Als er 1979 mit „Bop ‚Til You Drop“ das erste digital aufgenommene Album der Rockgeschichte veröffentlichte, stellte sich jedoch auch kommerziell ein erster, kurzfristiger Erfolg ein. Ende der Achtziger widmete sich Cooder verstärkt der Filmmusik, schrieb die Soundtracks zu „Johnny Handsome„, „Paris, Texas“ oder „Alamo“. 1992 gründete er mit Jim Keltner (Schlagzeug), Nick Lowe (Bassgitarre) und John Hiatt (Gitarre) die Band Little Village (benannt nach einem Bluesklassiker von Sonny Boy Williamson). Danach arbeitete er mit dem indischen Vina-Spieler Vishwa Mohan Bhatt und dem Gitarristen Ali Farka Toure zusammen. 1997 nahm er mit den kubanischen Musikern Ruben Gonzalez, Ibrahim Ferrer und Compay Segundo das Album „Buena Vista Social Club“ auf, das durch den gleichnamigen Film von Wim Wenders weltweit zum Kassenschlager wurde und eine neue Latin-Welle nach sich zog. Cooder nannte die Zusammenarbeit sein bisher „größtes musikalisches Abenteuer“. Sein neues Album erzählt vom Leben der Latinos in „Chávez Ravine“, einem Vorort von L.A.

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