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Je ne regrette rien - ich bereue nichts!

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Russell Crowe Poster
© Kurt Krieger

Wer hätte gedacht, dass in der kleinen Französin Marion Cotillard so viel steckt?

Marion Cotillard erobert die Herzen der Festivalgäste Bild: Kurt Krieger

Im Sommer noch Russell Crowe in der Weinkomödie „Ein gutes Jahr“ den Kopf verdreht, nun im Rampenlicht der Berlinale als der Star des großen Eröffnungsfilms „La vie en rose„. Marion Cotillard spielt die französische Nationalikone Edith Piaf.

„La vie en rose“ ist nicht die erste Verfilmung des Lebens der Chansonsängerin, aber die opulenteste. Das schmutzige Bordell, in dem Edith ihre Kindheitsjahre verbrachte, erste Auftritte in kleinen Kabaretts, Erfolg, schwere Rückschläge - all das ist aufregend anzusehen. Eine weitere Rolle spielen die tragische Liebe zu einem Boxweltmeister und immer wieder Edith Piafs Alkohol- und Drogenexzesse.

"La vie en rose" - eine Hommage an Chansonette Edith Piaf Bild: Constantin

Zu viel des Guten

„La vie en rose“ ist bewegend, mitreißend, verstörend und leider eine halbe Stunde zu lang. Regisseur Olivier Dahan hat bei seiner Faszination für die Sängerin im letzten Drittel den Faden verloren. Viel zu früh kündet der von Rückblenden durchzogene Film vom Ende der Künstlerin. Damit raubt er sich selbst die Spannung.

Auch torkelt die Piaf viel zu oft betrunken durch die Szene. Bei aller Bildergewalt und schauspielerischer Leistung, der Film strengt dadurch zum Schluss einfach zu sehr an. Sehenswert ist er trotzdem. Wegen Marion Cotillard: Sie ist förmlich zur Reinkarnation von Edith Piaf geworden, lebt die Freude, den Schmerz, die Exzentrik und Zerrissenheit der Künstlerin auf der Leinwand überzeugend aus.

Olivier Dahan zeigt die Piaf nicht nur als Star, sondern auch in ihrer Unberechenbarkeit und Launenhaftigkeit Bild: Kurt Krieger

Cotillard ist der Star

Bei der Berlinale-Pressekonferenz bekam sie dann auch den größten Beifall. Mit schüchternem Lächeln gab Cotillard zu, gern mit der Piaf befreundet zu sein, wäre sie noch am Leben: „Edith ist doch trotz aller Exzentrik eine unglaublich gütige Frau gewesen!“

Weniger gut gelaunt war Regisseur Olivier Dahan. Bewaffnet mit einer großen grauen Stoffmütze beteuerte er mit ernster Miene gleich dreimal, dass es ihm hier um ein Porträt, weniger um eine genaue Biografie der Piaf ging. Als hätte er im Nachhinein eingesehen, seinen Film vielleicht doch zu voll gepackt und umständlich erzählt zu haben.

Dennoch insgesamt ein guter Auftakt für dieses Filmfestival. Zwei Berlinale-Dauergäste übernehmen nun das Ruder: Cate Blanchett und Steven Soderbergh, im Gepäck das Nachkriegsdrama „The Good German„. Und auch Matt Damon steht schon in den Startlöchern. Als Gründer der CIA tritt er am Samstag in Robert De NirosDer gute Hirte“ an.

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