Alle Bilder und Videos zu Rudolf Prack

Leben & Werk

„Mit ihm würde ich das Telefonbuch verfilmen, wenn ich wüsste, wie ich die ganzen Statisten bezahlen sollte“, äußerte der Filmproduzent Kurt Ullrich. Der Schauspieler Rudolf Prack war einer der Stars des Heimatfilms der 50er-Jahre, der „Liebhaber vom Dienst“. Dabei bildeten Prack und die 23 Jahre jüngere Sonja Ziemann sicherlich das Film-Traumpaar jener Zeit. Der „meistgeküsste Mann des deutschen Films“ machte immer eine gute Figur, ob als Förster oder Landarzt, Major oder Erzherzog. Vielleicht gerade weil er im darstellerischen Bereich nicht unbedingt immer brillieren wollte, konnte sich der Zuschauer so gut mit ihm identifizieren. Einen ersten Höhepunkt seiner Karriere erreichte er 1950: In „Schwarzwaldmädel“ verkörperte er den sympathischen „Mann von der Straße“ und wurde mit dieser Rolle zum Ideal der Trümmerfrauen und Spätheimkehrer. Bekannt wurde Prack aber schon in den 30er- und frühen 40er-Jahren, in denen er, was später kaum noch vorkam, auch mal einen Schurken spielen durfte.

Prack wurde am 2. August 1905 in Wien als Sohn eines Postbeamten geboren. Nach dem Abschluss des Realgymnasiums besuchte er die Handelsakademie und begann eine Banklehre. Sein Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar bestritt er dann durch einen Brotberuf bei der Bank. Ein Engagement am Theater in der Josefstadt folgte. 1937 erhielt Prack seine erste Filmrolle in Carl Lamacs musikalischer Komödie „Florentine“. Zwei Jahre später kam mit „Mutterliebe“ sein erster größerer Erfolg. Zu einem Publikumsliebling wurde er durch die Rolle des Wilddiebs in Köstlins Drama „Krambambuli“ (1940). Nach dem Krieg ließ der Neuanfang nicht lange auf sich warten, und im Anschluss an seine Erfolge in den 50ern blieb Rudolf Prack bis in die frühen 60er-Jahre auf der Leinwand präsent. Danach nahmen seine schauspielerischen Aktivitäten ab, und er konzentrierte sich auf sein privates Glück mit seiner Lebensgefährtin Gerda und den drei Kindern. Im Alter von 76 Jahren starb der Frauenschwarm am 2. Dezember 1981 in einem Linzer Krankenhaus an den Folgen einer Lungenentzündung.

Zu Pracks weiteren bekannten Filmen gehören „Zyankali“ (48), „Grün ist die Heide“ (51), „Die Diebin von Bagdad“ (52), „Die Privatsekretärin“ (53), „Roman eines Frauenarztes“ (54) und „Du bist wunderbar“ (59). In den 60er-Jahren entstanden „Die junge Sünderin“ (60), „Mariandl“ (61), „Schwejks Flegeljahre“ (63) und „Heidi“ (65). Auch in TV-Produktionen konnte Prack glänzen, so in der Serie „Landarzt Dr. Brock“ (66) sowie in „Gestrickte Spuren“ (70). Seine letzten Kinofilme waren „Sie nannten ihn Krambambuli“ (72), „Karl May“ (74) und „Jesus von Ottakring“ (76).

Filme und Serien

Videos und Bilder

Wird oft zusammen gesucht

Kommentare