Rowan Atkinson

Schauspieler • Producer • Sprecher • Drehbuchautor
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Leben & Werk

In seiner einzigartigen Mischung aus Chaplin, Keaton, Tati, Lausbub, Loser, Neurotiker und Nervensäge ist der Brite Rowan Atkinson der komischste Mann unserer Zeit und mit seinem Alter Ego Mr. Bean ein genialer Spaßmacher. Atkinson ist als „Johnny English“ der einzige, der seinen noch berühmteren Landsmann James Bond 007 adäquat parodiert, indem er alles falsch macht, was Pierce Brosnan & Co. „richtig“ anstellen.

Mit den Größen der Filmgeschichte verbindet Atkinson eine ausgeklügelte Körpersprache mit Tendenz zur grotesken Verrenkung. Ob in der Wohnstube mit der Zimmerantenne, im Schwimmbad auf dem Sprungturm, am Strand mit der Badehose, vor der Königin mit offenem Reißverschluss, eingeschlossen im Briefkasten, beim Bonbonsuchen im Gottesdienst, beim Examen oder bei der Morgentoilette am Steuer seines Mini-Coopers: Was Atkinson in seinen Nummernrevuen als Mr. Bean anstellt, ist Slapstick in Vollendung und pure physische Komik in Perfektion. Die Wirkung von Beans Attacken auf das Zwerchfell ist generationsübergreifend, die Zeitlosigkeit seiner Abenteuer zwischen Katastrophen-Komik und peinlichen Ausrutschern überwältigend. Mit Tweed-Jacke, Krawatte, Bürstenschnitt, Hosenlänge über den Knöcheln und Unschuldsmiene sieht er auf den ersten Blick wie ein Spießer aus, kennt bei der Durchsetzung seines Vorteils keine Grenzen, ist misstrauisch, schadenfroh und perfide listig, wenn er Unsympathen eins auswischen kann. Atkinson: „Mr. Bean ist wie ich, als ich neun war. Er ist sehr kindisch und uninformiert, durchaus unschuldig. Und gleichzeitig voller Rachsucht und Eigensinn.“ Seinen derangierten Stoff-Teddybär hätschelt er, aber er traktiert ihn ebenso mit der Schere und in der Waschmaschine. Einige seiner Szenen, so die Chaplin-Hommage „Mind the Baby Mr.Bean“, die „The Kid“ und Chaplins Versuche, ein Baby loszuwerden, auf dem Rummel variiert, sind von bezaubernder surrealer Komik.

Atkinson wurde 1955 in Newcastle-upon-Tyne (der Stadt von Fußballer Roy Keane, die Mark Herman in „Pure Belter – Season Ticket“ filmisch verewigte) geboren, wurde Elektroingenieur, ist seit 1990 verheiratet und Vater eines Sohnes. Er reüssierte mit Nachrichten-Parodien im Fernsehen und stellte in der Serie „Black Adder“ seine Version der intrigenreichen Elisabethanischen Ära vor. Viele Sketche um Mr. Bean hatte er in seinen Bühnenshows ausprobiert. Im Spielfilm „Bean – Der ultimative Katastrophenfilm“ führt es ihn als vermeintlichen Kunstexperten 1997 in die USA, wo er das Leben einer Vorstadtfamilie ruiniert und ein Museum um ein von ihm selbst verunstaltetes Gemälde-Meisterwerk bereichert.

Atkinson trat in Nebenrollen auf in „Das lange Elend“ (als arroganter Bühnenstar), „Hexen hexen“ (als Hotelmanager, der Kinder hasst), „Hot Shots 2“ (als Dschungelkämpfer), „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ (als nervöser Priester), „Scooby-Doo“ (als Besitzer des Insel-Vergnügungsparks) und „Rat Race“ (als narkoleptischer Italiener). Er gewann die Goldene Rose von Montreux, den Emmy Award und den Deutschen Video Award. Als „Johnny English“ zieht er 007 und britische Sitten durch den Kakao und bringt als Bean-Bond ungeahnte Qualitäten ins Agentengenre, wenn er Starenkästen auslöscht, den Aston Martin am Schwenkarm des Abschleppwagens steuert oder sich die Krone Ihrer Majestät aufsetzt. Atkinson: „Wir haben Freude daran, uns selbst zu Idioten zu machen und mit unseren Ikonen Schindluder zu treiben… Niemand möchte Witze machen, über die nicht gelacht wird.“

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