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Leben & Werk

Französischer Schauspieler. Er gehört zu den Schauspielern, die als Söhne von Einwanderern den Weg für Schauspieler arabischer Herkunft in Frankreich bereiteten. So sind die Karrieren von Samy Nacéri („Taxi“), Jamel Debbouze („Asterix & Obelix: Mission Cleopatra“) und Sami Bouajila („Wespennest“) eng mit der von Roschdy Zem verbunden. Alle vier waren 2006 in Rachid Boucharebs „Indigènes - Tage des Ruhms“ Hauptdarsteller eines der wichtigsten und besten Kriegsfilme des Landes, der von der Rekrutierung der Reservearmee von 233.000 Kolonial-Soldaten erzählt, die seit 1943 auf den Schlachtfeldern Europas für Frankreich kämpften. Zem ist der Algerier Messaoud, ein Genie im Organisieren.

Roschdy Zem hat in über 60 Filmen in spannungsreicher Weise lakonische, robuste und sensible Personen wie Dealer, Rumtreiber, Banker, Anwälte, Bodyguards und Polizisten verkörpert. Er spielte in Filmen des Autorenkinos, in sozial engagierten Filmen („Sauve-Moi“, „Ma petite entreprise“), Komödien („Le Raid - The Race“, „Meine Frau ist eine Schauspielerin“), psychologischen Dramen (Claude Millers „Betty Fisher et autres histoires“) und in Kriminalfilmen. 2006 debütierte er als Regisseur der von ihm geschriebenen Komödie „Mauvaise foi“, wo er als Hauptdarsteller einen Moslem verkörpert, der sich in eine Jüdin (Cécile de France) verliebt.

Roschdy Zem wurde 1965 in Gennevilliers, Département Hauts-de-Seine, als Sohn marokkanischer Einwanderer geboren und interessierte sich anfangs mehr für Fußball. Er schlug sich als Jeansverkäufer auf Flohmärkten durch, wo ihn ein Assistent von André Téchiné für „Ich küsse nicht“ (1991) engagierte. Aber weder dieser Film, noch Téchinés „Meine liebste Jahreszeit“ (1993) weckten seine Begeisterung für die Schauspielerei. Erst 1994, als er als Nachportier in Laetitia Massons „Haben (oder nicht)“ und als HIV-positiver junger Mann in Xavier Beauvois‘ „N’oublie pas que tu vas mourir“ auffiel, erkannte er seine Begabung.

Seitdem hat Zem erneut für Masson (Banker in „Zu verkaufen„), Téchiné („Alice und Martin„, „Die Zeugen“) und für Autoren wie Patrice Chéreau („Wer mich liebt, nimmt den Zug„), Yolande Zauberman (Nachtclubbesitzer in „Clubbed to Death - Lola im Technoland“) und Siegfried („Louise (Take 2)„, „Sansa“) gearbeitet, anfangs an der Seite von Elodie Bouchez („Lola…“, „Louise“).

Zems Engagement gilt dem „Cinéma beur“ der Franzosen arabischer Herkunft und der Maghreb-Staaten. So spielte er in zwei Filmen über den Algerienkrieg („De l’autre coté de la mer“, „Vivre au paradis“) und in mehreren Filmen von Rachid Bouchareb („Little Senegal„, „Indigènes„, „London River„, 2009). Zu den Migrantenfilmen zählt Jacques Fieschis „La Californie“ (2006, nach Georges Simenon), wo er einen illegalen serbischen Einwanderer spielt und dafür serbisch lernte. Jüdisch lernte er für Radu Mihailenus „Geh und lebe“ (2004).

In den letzten Jahren hat sich Zem vermehrt Kriminalfilmen und Thrillern zugewandt, war Spitzel in „36 tödliche Rivalen“ (2004, mit Gérard Depardieu), Polizist in „Eine fatale Entscheidung“ (2005, mit Nathalie Baye), Undercover-Cop in „Go Fast“ (2007), Strafverteidiger in „Commis d’Office“ (2009). Als Bodyguard agiert Zem in Anne Fontaines Komödie „Le fille de Monaco“ (2008).

Auf dem Filmfestival Cannes 2006 wurde Roschdy Zem mit dem Ensemble von „Tage des Ruhms“ mit dem Schauspielerpreis ausgezeichnet. Er war zwei Mal für den César nominiert und erhielt 2006 auf dem Filmfestival von La Ciotat den Darstellerpreis für die Beste männliche Nebenrolle in „La Californie“.

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