Nirgendwo ist es dunkler, als im Schatten der berühmten Geschwister.

Von wegen Geschwisterliebe: Eric und Julia Roberts Bild: Cred

„Sie ist eine undankbare Natter, dabei hat sie ihre gesamte Karriere eigentlich mir zu verdanken!“ Unverkennbar, aus diesen Worten spricht wahre Geschwisterliebe. Dieses Zitat stammt von Eric Roberts und Adressat ist seine ungleich bekanntere Schwester Julia Roberts. Eric, auch noch der ältere der beiden, kann es bis heute offenbar nicht verarbeiten: Er selbst war es, der 1989 seinem Freund, Regisseur Garry Marshall, seine kleine Schwester ans Herz legte, als der die Hauptdarstellerin für eine Romantik-Komödie suchte.

Eric war zu der Zeit ein angesagter Filmstar, Klein Julia dagegen hielt sich mühsam mit Mini-Rollen in Serien wie „Miami Vice“ über Wasser und durfte dann für einen Frauenfilm namens „Magnolien aus Stahl“ vor der Kamera stehen. Nun, aus der Komödie wurde der Mega-Hit „Pretty Woman„, für ihre Leistung in „Magnolien aus Stahl“ gab’s den Golden Globe und aus Julia wurde über Nacht ein Weltstar. Soweit hat es für Eric nie gereicht, und das ist wohl auch sein Problem. „Cecille B.DeMented“, „National Security“ und „Spun“ sind zweifelsohne achtenswerte Filme, aber 20 Millionen Dollar wie Julia pro Film kriegt Eric nicht, und das sorgt für Missstimmung beim Familientreffen.

Die gute alte Zeit: In "Blaze of Glory" durfte Emilio Estevez noch richtig loslegen. Der Absturz kam später Bild: Fox

ABM in der Familie

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Doch der Gute ist in seinem Leid nicht allein. Denn gerade die Geschwister berühmter Stars haben, wenn sie sich für die selbe Profession entscheiden, oftmals keinen leichten Stand.

Emilio Estevez

Dackelblick im Doppelpack

Hatte mit "Sideways" im Geschwisterduell mit Michael kurzfristig die Nase vorn: Virginia Madsen, hier mit Paul Giamatti Bild: Fox

Ein wenig besser sieht es da für Sylvesters kleinen Bruder Frank Stallone aus. Der steht zwar auch gehörig im Schattens des Muskel bepacken und dackelbeblickten „Rocky“- und „Rambo“- ähh, Mimen (!), aber zu Auftritten in „Barfly“ und „Hudson Hawk“ hat es immerhin schon gereicht. Außerdem kommen die beiden gut miteinander aus, was durchaus erwähnenswert ist.

Denn wenn es in der Zunft der Schauspieler und Filmschaffenden etwas gibt, das noch mehr zählt als der harte Dollar, dann ist es Eitelkeit. Wenn dann ausgerechnet die eigenen Geschwister noch erfolgreicher sind, mehr Zeitungsartikel abgekommen und einen Fuß breit weiter vorne im Rampenlicht stehen, ist oftmals Krise angesagt.

Einer der zahllosen Baldwins mit Sharon Stone in "Sliver" Bild: UIP

Mad Madsen(s)

Virginia Madsen und Michael Madsen für sich genommen sind beides wunderbare Menschen und Schauspieler. Doch der Furor überkommt beide, wagt Journalist es, im Interview den einen mit dem anderen zu vergleichen. William Baldwin, der in Kürze mit einer fantastischen Leistung in „The Squid and The Whale“ zu bewundern ist, kann es auf den Tod nicht ausstehen, wenn man seine Brüder nur erwähnt.

Kein Wunder, hat er mit Alec, Stephen und Daniel gleich drei davon, und mit Joseph gibt es auch noch eine Cousin, der ebenfalls vor der Kamera steht und fälschlicherweise gerne dem Clan zugerechnet wird.

Apropos Clan. Patricia und David sind Hollywood-Größen, Rosanna hat man als Piercing-Opfer in „Pulp Fiction“ eben noch so in Erinnerung, aber dass mit Alexis Arquette noch ein weiterer Arquette-Sprößling um Aufmerksamkeit ringt, wird gerne vergessen.

Ebenso wie Jim Hanks, seines Zeichen Bruder von Tom Hanks. Während die Welt gespannt der Premiere von „The Da Vinci Code“ harrt, erhielt Jims letztes Projekt etwas weniger Aufmerksamkeit - nebenbei bemerkt, es war ein Auftritt in „Scrubbs - Die Anfänger“.

Eingeschworenes Brüderpaar: Ralph und Joseph Fiennes Bild: Kurt Krieger

Geschwisterliche Qualitätskontrolle

Doch es geht auch anders: Jake und Maggie Gyllenhaal standen bereits gemeinsam vor der Kamera, unterstützen sich tatkräftig gegenseitig und neiden offensichtlich dem jeweils anderen den Erfolg nicht im Geringsten. Joseph Fiennes und Ralph Fiennes sind geradezu ein Musterbeispiel an brüderlicher Liebe.

Bei jedem Engagement fragen die nämlich erst einmal den anderen nach Rat. Bei den Produzenten hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass man zwei Fiennes knacken muss, wenn man einen haben will. Das Oevre der beiden spricht jedenfalls deutlich für diese Art der Qualitätssicherung.

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