99 Filme halten Hof

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Wer in Bayern lebt, der kennt Hof in erster Linie aus dem Wetterbericht. Aus unerfindlichen Gründen ist’s dort immer zwei bis drei Grad kälter als im restlichen Bundesland – was Hof nicht gerade zum bevorzugten Reiseziel macht. Ende Oktober wendet sich das Blatt seit nunmehr 41 Jahren. Die Hofer Filmtage lassen Minusgrade und Nieselregen zur Randerscheinung werden.

Kommt nach Hof: Dem in Hongkong geborenen und in den USA lebenden Regisseur Wayne Wang ist die diesjährige Retrospektive gewidmet. Bild: Hofer Filmtage

Dem anhaltenden Erfolg der Hofer Filmtage wird in diesem Jahr durch einen zusätzlichen Tag Rechnung getragen: Ab Dienstag den 23. Oktober läuft eine Auswahl von 69 Lang- und 30 Kurzfilmen, nationale wie internationale Produktionen, die zum Ende des Jahres einen umfangreichen Ausblick auf das Filmschaffen werfen.

Eröffnet werden die diesjährigen Filmtage mit dem neuen Film „Mondkalb“ von Sylke Enders, die bereits mit ihrem Erstling „Kroko“ 2003 in Hof einen Überraschungserfolg landete. Sie erzählt von Alex (Juliane Köhler), die nach ihrem Gefängnisaufenthalt in eine Kleinstadt flüchtet, auf der Suche nach einem Neuanfang.

Martin Theo Krieger

Mit zwei Filmen zu Gast auf den Filmtagen: Rosa von Praunheim Bild: Hofer Filmtage

Zeitreise mit Dominik Graf

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Dominik Graf

Rosa von Praunheim ist gleich mit zwei Filmen vertreten: Er tritt mit „Meine Mütter – Spurensuche in Riga“ die Suche nach seiner Herkunft an und begleitet mit „Mit Olga auf der Wolga“ eine Flussfahrt von Moskau nach St. Petersburg. Ihre ersten Spielfilme präsentieren Hagen Keller mit „Meer is nich„, ein Jugenddrama, und Heiko Aufdermauer mit „Zeit der Fische“, eine zarte Liebegeschichte. Auch Maria Schrader zeigt ihre erste Regiearbeit“Liebesleben„: Für Jara, eine Frau, die alles hat und glücklich ist, wird die Begegnung mit dem älteren Arie schicksalhafte Folgen haben.

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