Rolf Hoppe

Schauspieler
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Leben & Werk

Die Darstellung zwielichtiger, fast dämonischer Charaktere gilt als die Spezialität des ehemaligen DEFA-Schauspielers Rolf Hoppe. Die Rolle des Nazi-Generals in István Szabós Spielfilm „Mephisto“ machte Hoppe 1981 international bekannt.

Rolf Hoppe wurde am 6. Dezember 1930 in Ellrich im Harz geboren. Der Bäckersohn machte zunächst eine Bäckerlehre, arbeitete als Pferdepfleger und lernte über eine Laienspielgruppe der FDJ die Schauspielerei kennen. Hoppe nahm Schauspielunterricht am Landeskonservatorium Erfurt und erhielt ein Engagement am Erfurter Theater. Eine Stimmbanderkrankung zwang Hoppe jedoch zunächst, seine Karriere aufzugeben. Er wurde vorübergehend Tierpfleger beim Zirkus Aeros, bevor er nach erfolgreicher Stimm-Schulung ab 1952 wieder als Schauspieler arbeiten konnte. Es folgten verschiedene Theaterengagements. Über 20 Jahre lang war dabei das Staatsschauspiel Dresden Hoppes künstlerische Heimat. Seit Mitte der 1960er-Jahre arbeitete Hoppe aber auch für Film und Fernsehen der DDR, später des wiedervereinigten Deutschlands. In seinen bislang über 200 Filmen mimte er meist den Bösewicht, zeigte in einigen Kinder- und Märchenfilmen aber auch seine andere Seite. 1981 wurde er als diabolischer Nazi-General in Isván Szabós Oscar prämierter Klaus-Mann-Verfilmung „Mephisto“ international bekannt. 1997 spielte er den Gauleiter Streicher in Joseph Vilsmaiers „Comedian Harmonists“. Ein Jahr später wurde Hoppe für die Darstellung des Paten Baranowski im dreiteiligen TV-Thriller „Sardsch“ mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Zu den aktuelleren Rollen zählt die des pensionierten Pathologen Galvano in der „Commissario Laurenti“-Reihe der ARD.

Rolf Hoppe ist verheiratet und hat zwei Töchter. Der Schauspieler war 1995 Mitbegründer des Kultur- und Kunstvereins Schönfelder Hochland, der in der Nähe der Stadt Dresden das „Hoftheater Dresden“ realisiert hat, dessen Prinzipal Hoppe heute ist.

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