Roland Suso Richter

Producer • Musiker • Regisseur • Drehbuchautor • Cutter
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Leben & Werk

Deutscher Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Roland Suso Richter gehört zu den vielseitigsten deutschen Filmemachern. Er begann als Autodidakt, inszenierte als ambitionierter, anspruchsvoller und wagemutiger Regisseur kleinere Stoffe, großes Kino, spannungsgeladene TV Movies und schuf mit „Dresden“, „Der Tunnel“ und „Die Bubi-Scholz-Story“ herausragende TV-Zweiteiler als Event-Produktionen und Qualitätsunterhaltung: „Ich versuche, das jeweilige Thema mit der gleichen Liebe umzusetzen wie alle anderen Gescichten auch… Ich drehe immer so gut ich kann.“ Filme wie „Der Tunnel“ waren Event Movies, bevor sich der Begriff durchsetzte.

Roland Suso Richter hat Stars wie Heiner Lauterbach, Katja Flint und Ottfried Fischer („Kolp“) entdeckt, mit dem Quartett Götz George, Angela Winkler, Nicolette Krebitz und Benno Fürmann gearbeitet („Die Bubi-Scholz-Story“), Krebitz, Heino Ferch, Uwe Kockisch, Sebastian Koch und Alexandra Maria Lara geführt („Der Tunnel“) und mehrfach mit Kai Wiesinger („14 Tage lebenslänglich„, „Nichts als die Wahrheit“) und Veronica Ferres („Kein Himmel über Afrika„, „Sterne leuchten auch am Tag„) gedreht.

Roland Suso Richter wurde 1961 in Marburg geboren. Nach dem Abitur sammelte er als Produktionsassistent erste Erfahrungen bei einer Hamburger Videofilmproduktion und ist seit 1981 als Schauspieler, Regisseur, Aufnahmeleiter, Produktionsleiter, Herstellungsleiter und Regisseur tätig. Für die Bundesanstalt für Arbeit stellte er 25 Kurzfilme her. Seinen Debütfilm „Kolp“ (1983), der Jugendliche im Odenwald zwischen Kriegsende, Schwarzmarkt, amerikanischen Soldaten, Swing, Diebestouren und Währungsreform verfolgt, schrieb, besetzte, inszenierte und schnitt er im Alleingang und wurde 1984 nach Cannes in den Wettbewerb eingeladen. Ab 1985 arbeitete Richter fürs Fernsehen und inszenierte die Serie „Freunde fürs Leben“ (1992, drei Ärzte einer Gemeinschaftspraxis), den Jugendfilm „Svens Geheimnis“ (1994), den Thriller „Dagobert“ (1994) und die Tragikomödie „Buddies“ (1996, mit Jürgen Vogel).

Den ersten Kinoerfolg schaffte er mit Kai Wiesinger als Karriereanwalt im Knast im Thriller „14 Tage lebenslänglich“ (1997), dem er 1998 „Nichts als die Wahrheit“ folgen ließ, der den fiktiven Prozess gegen den KZ-Arzt Josef Mengele (George) thematisiert. Richter arbeitet mit knappem Budget („Eine Hand voll Gras„, „Sara Amerika“) und für internationale Produktionen wie „The I Inside“ (Kanada 2003), wo Ryan Phillippe nach zwei Jahren im Koma seine Vergangenheit sucht.

Richters DDR-Fluchtgeschichte „Der Tunnel“ (2001) brachte ihn mit Nico Hofmanns teamWorx Produktion zusammen, für die er 2006 „Dresden“ inszenierte, die multiperspektivische Darstellung der Nacht der Zerstörung Dresdens im alliierten Bombenhagel. Richters Fähigkeit, authentischen atmosphärischen Aufbau, Spannung und Effekte in außergewöhnlichem Produktionsdesign zu realisieren, findet hier einen Höhepunkt. 2007 bereitet er ein Doku-Drama um das Luftschiff „Hindenburg“ vor.

Roland Suso Richter wurde 1996 für „Svens Geheimnis“ mit dem Erich-Kästner-Preis und dem Rocky Award ausgezeichnet. Für „Die Bubi-Scholz-Story“ erhielt er 1998 den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis, für „14 Tage lebenslänglich“ den Bayerischen und den Deutschen Filmpreis, für „Der Tunnel“ den Publikumspreis in Montreal, für „Dresden“ den Deutschen Fernsehpreis 2006.

2007 wurde Richter als Regisseur des Jahres mit dem DIVA Award des Entertainment Media Verlags ausgezeichnet.

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