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Roland Klick

Schauspieler • Producer • Musiker • Regisseur • Drehbuchautor

Leben & Werk

Der große Einzelgänger des Neuen Deutschen Films, dessen teils kompromisslose Filme in Zeiten von Literaturverfilmungen und Seelenschau einen erfrischenden Kontrast darstellten, weil sie persönliches Kino mit starken, sorgfältigen, spannenden und situationseffektiven Storys verbanden. Roland Klick, um den inzwischen fast ein Mythos entstanden ist, macht sich rar und gönnt dem Besucher seiner Website den Download der Musiknummer „Celebration“ (Gesang: Marius Müller-Westernhagen) aus seinem bekanntesten Film „Supermarkt“ (1974), Meilenstein des deutschen Krimis mit unbestechlichem Sozialblick, dem das Kunststück gelingt, zwischen Schwulenstrich, investigativem Journalismus, Überfall auf einen Supermarkt, bei dem Witta Pohl zerquetscht wird, Verrat durch Freunde und vergeblicher Romantik ein packendes Szenario zu entwickeln.

Klicks Filme sind wesentlich durch Musik bestimmt, hervorragend im existenzialistischen Western und Gangsterfilm „Deadlock„, der 1970 am Toten Meer unter dem Schutz des israelischen Militärs gedreht wurde. Mario Adorf agiert zur suggestiven Musik von Can als tölpelhafter Pechvogel zwischen Heavys, die ihren ‚Schatz der Sierra Madre‘ suchen und heroisch scheitern. Ein unbekanntes Meisterwerk.

Klick wurde 1939 in Hof an der Salle geboren, leitete nach dem Abitur eine Jazzband, studierte in München und begann mit Dokumentarkurzfilmen wie „Weihnacht“ (Beobachtungen zum Konsumrummel) und „Ludwig“ (Porträt eines Sonderlings, mit Otto Sander), die nach über vierzig Jahren nichts von ihrer Frische verloren haben. Die Kleinbürgerstudie „Bübchen/Der kleine Vampir“ brachte Aufmerksamkeit, „Deadlock“ lief wegen seiner thematischen Ähnlichkeit zu Italo-Western der Zeit unter Wert, erhielt aber 1971 den Bundesfilmpreis. Der Spionagethriller „Lieb‘ Vaterland, magst ruhig sein“ gilt als gelungene Johannes-Mario-Simmel-Verfilmung.

Mit vielen Schwierigkeiten verbunden waren die Dreharbeiten zu „White Star„, weil Hauptdarsteller Dennis Hopper seinen Drogenkonsum nicht unter Kontrolle hatte. Dennoch gelang Klick mit dem Porträt eines Musikmanagers, dessen Methoden immer ausgefallener werden, eine mit dem Bundesfilmpreis 1982 ausgezeichnete intensive Tour de force. Nach 1992 arbeitete Klick unter Pseudonym fürs Fernsehen und war uncredited an Frieder Schlaichs „Otomo“ (1999) beteiligt. Er lebt in Irland.

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