Roger Donaldson

Roger Donaldson

Leben & Werk

Für ihn ist Geschichte erzählbare Spannung, die sich, ohne trocken zu sein, in ausgefeilten Dialogpassagen und gekonnten Interaktionen der handelnden Personen herstellen lässt. Regisseur Roger Donaldson schaffte das Kunststück mit „Thirteen Days“ (2000), der Rekonstruktion jener 13 Tage im Oktober 1962, als die Welt am Rande des Atomkriegs stand und Präsident John F. Kennedy die Seeblockade über Kuba verhängte. „Thirteen Days“ war Donaldsons zweiter Ausflug ins Weiße Haus und der zweite Film mit Kevin Costner, der hier Kennedys persönlichen Berater spielte und 1986 mit Donaldsons Hollywooddebüt, dem Thriller „No Way Out“, einen Karrieresprung erfuhr. In „No Way Out“, der wegen der Liebesszene in der Limousine zwischen Costner und Sean Young in die Annalen des erotischen Films einging, sind Mitglieder der amerikanischen Regierung in einen Mordfall verwickelt.

Donaldson wurde 1945 in Australien geboren, ging mit 19 nach Neuseeland, wo er seine Karriere als Standfotograf und mit der Produktion von TV-Werbung und Serien begann. Sein Filmdebüt „Sleeping Dogs“, ein in die Zukunft projizierter Politthriller, war 1977 der erste neuseeländische Film seit 15 Jahren und führte zur Gründung eines Filmfonds; „Smash Palace“ (1981) wurde zum Festivalhit und brachte ihn mit Produzentenlegende Dino de Laurentiis zusammen, für den er 1984 „Die Bounty“ inszenierte, die dritte Kinoversion der Meuterei auf hoher See, in der Mel Gibson die Marlon Brando/Clark Gable-Rolle, und Anthony Hopkins die Trevor Howard/Charles Laughton-Rolle übernahm.

In den USA schickte Donaldson Tom Cruise 1987 in „Cocktail“ auf die Reise durch Cocktailbars und ließ Robin Williams als Autoverkäufer und Tim Robbins als nervigen Geiselnehmer in „Cadillac Man“ aufeinandertreffen. Er wagte sich an das Remake des Sam-Peckinpah-Klassikers „The Getaway“ nach dem Roman von Jim Thompson (mit Kim Basinger und Alec Baldwin in den Rollen von Ali MacGraw und Steve McQueen), bei dem er die Erotik in dem ansonsten beinahe identischen Thriller stärker betonte. Dem Science-Fiction-Horrorfilm „Species“ um ein verführerisches Alien aus dem All (Model Natasha Henstridge) folgte mit „Dante’s Peak“ ein Katastrophenfilm um einen Vulkanausbruch, in dem Pierce Brosnan als renommierter Vulkanologe den Ausbruch vorhersagt und ihm niemand glaubt.

Mit dem spannenden Spionagethriller „The Recruit – Der Einsatz“ (2003) inszenierte Donaldson ein Drama um Verrat beim CIA und paarte in einem packenden Schauspielerduell Al Pacino als Anwerber und Ausbilder und Colin Farrell als manipulierter Computerspezialist. „The World’s Fastest Indian – Mit Herz und Hand“ (2006) entstand nach der Biografie von Motorradrennfahrer Burt Munro (1899-1978), der mit 63 einen Geschwindigkeitsrekord aufstellte, und ist großes Solo für Sir Anthony Hopkins als unangepassten Senior.

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