Robin Gibb

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Leben & Werk

Robin Hugh Gibb kam am 22. Dezember 1949 in Douglas auf der Isle of Man als Zwillingsbruder von Maurice und jüngerer Bruder von Barry Gibb zur Welt. Mitte der 1950er Jahre spielten die Zwillinge bereits als Knirpse in der Gruppe The Blue Cats. 1958 wanderte die Familie Gibb nach Sydney aus, wo die drei Brüder 1967 als erfolgreiche Kindertruppe auftraten. Nach der Rückkehr ins Mutterland gründeten sie zusammen mit Vince Melouney (Gitarre) und Colin Peterson (Schlagzeug) die Bee Gees (kurz für „Brothers Gibb“), die mit ihren verschwenderisch arrangierten Kompositionen, Falsett-Operetten und surrealistisch-banalen Texten zu Weltruhm gelangten. Ihren größten Erfolg hatten die Bee Gees 1977 mit dem Disco-Soundtrack zu „Saturday Night Fever“ und dem Titel „Staying Alive„.

Trotz der Millionenverkäufe schwelte unter den Brüdern ein ständiger Zwist, sodass sich die Musiker immer wieder auf Solopfade begaben. Mit 19 verließ Robin zum ersten Mal die Band, um mit „Saved By The Bell“ immerhin einen akzeptablen Nummer-2-Hit zu landen. Doch die künstlerischen Grenzen des Sängers wurden bald offenkundig. Zudem gab es Gerüchte um Drogenmissbrauch, und die Eltern drohten damit, den Teenager zu einem Amtsmündel zu machen (die Volljährigkeit wurde damals mit 21 erreicht). Reumütig kehrte Robin in den Schoß der Familie und der Bee Gees zurück, veröffentlichte aber während der 1980er Jahre immer wieder Singles unter eigener Flagge, darunter „Juliet“, „Another Lonely Night In New York“ oder „Boys Do Fall In Love“, die überraschenderweise auf dem europäischen Festland weit erfolgreicher waren als in Großbritannien oder den USA.

1994 wurde Robin Gibb in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen. 2003 erschien das Studio-Album „Magnet“, ein Querschnitt aus dem unveröffentlichten Material der letzten 17 Jahre, das neben vielen Eigenkompositionen auch ein Akustik-Remake des alten Bee-Gees-Klassikers „Wish You Were Here“ mit Gastauftritten von Barry und Maurice enthielt. Im Jahre 2005 bescherte Robin Gibb seinen Fans die CD/DVD „Robin Gibb Live“. Am 1. Juni 2007 wählte die weltweite Dachorganisation der Verwertungsgesellschaften CISAC (Confédération Internationale des Sociétés d’Auteurs et Compositeurs) Gibb zum Präsidenten der Gesellschaft. Er folgte auf den deutschen Komponisten Prof. Christian Bruhn. In Gedenken an die Opfer der Titanic komponierte Robin Gibb zusammen mit seinem Sohn Robin-John ein einstündiges Requiem. Dieser Ausflug in die klassische Musik wurde 2012 vom Royal Philharmonic Orchestra uraufgeführt.

Am 22.05.2012 erlag Robin Gibb im Alter von 62 Jahren einem Krebsleiden.

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