Oscar-Gewinner dürfen nicht auf die Bühne

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Es war jedes Jahr die gleiche Prozedur: Ein schöner Mensch aus Hollywood riss ein mäßig lustiges Witzchen, las die Nominierten vor, rief bedeutungsschwanger „And the Oscar goes to…“ - und schon stürmte ein anderer schöner Mensch freudestrahlend die Bühne, überflutete das Publikum mit einem Tränenmeer und haspelte dankbar eine lange Liste von Namen herunter.

Für ihn könnte es auf der Bühne einsam werden: Moderator Chris Rock Bild: UIP

Doch dieses Jahr wird alles anders. Beim traditionellen Lunch-Treffen der Nominierten ließ Gil Cates, der allmächtige Produzent der Oscar-Fernsehübertragung, die Bombe platzen: Nur ein Teil der Gewinner wird dieses Jahr auf die Bühne gebeten.

Einige Awards werden dagegen im Publikum überreicht. Dafür soll der jeweilige Presenter geschickt in der Nähe der Nominierten platziert werden, die erstmals auch in einer Gruppe zusammen sitzen werden. Die Kameras werden dann auf die gespannt Wartenden gerichtet und der Presenter überreicht den Oscar direkt am Sitzplatz. Das Ziel laut Gil Cates: „Wir wollen, dass mehr Nominierte auch in der TV-Übertragung zu sehen sind.“

Ruck-Zuck statt große Gefühle

Warum man die fünf Kandidaten dann nicht gleich auf die Bühne holt, wollte Cates nicht erläutern. Das werde zwar in einigen Kategorien durchaus so gemacht, jedoch nicht in allen. Manche Awards würden aber auch weiterhin „klassisch“ übergeben, das heißt, nur der Sieger kommt auf die Bühne.

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In welchen Kategorien nun welche Art der Preisübergabe geplant ist, bleibt indes geheim. Beobachter vermuten, dass Cates mit seinen neuen Direktiven lediglich Zeit sparen will und vor allem die „kleineren“ Kategorien wie Makeup oder Tonschnitt direkt im Publikum „abfertigen“ wird. Der TV-Produzent drängt seit Jahren die Gewinner, sich in ihren Dankesreden kurz zu fassen. Cates zögert auch nicht, eine lange Lobeshymne rigoros mit dem Einsetzen des Orchesters unterbrechen zu lassen.

Damit sind große Oscar-Momente wie der, als Roberto Benigni im Jahr 1999 zur Ehrung für „Das Leben ist schön“ quer über die Zuschauerreihen zur Bühne kletterte, wahrscheinlich Geschichte. Schade eigentlich.

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