Das ist so absurd, dass es schon wieder realistisch ist…

Lassen Sie sich nicht täuschen: Gartenzwerge sind verdammt gefährlich! Bild: Ten Speed Press

Schon der Titel ist eine Klasse für sich: „Wie man einen Gartenzwerg-Angriff überlebt: Verteidigen Sie sich, wenn die Wiesenkrieger zuschlagen (Und das werden Sie!)“. So heißt der augenzwinkernde Ratgeber des Journalisten und Dramatikers Chuck Sambucchino.

Mit seinen abstrusen Tipps zu Verteidigungswaffen, Vorsichtsmaßnahmen und Haussicherung avancierte das Werk zum Kultbuch - nicht zuletzt, weil Gartenzwerge in den USA schon für sich als höchst seltsame europäische Macke gelten.

Viel gute Gründe also, warum nun Robert Zemeckis die Wichtelverteidigungsanleitung ins Kino bringen will - als Mischung aus Realfilm und Computeranimation. Darin ist der Regisseur natürlich Experte, wie er schon mit „Der Polarexpress„, „Die Legende von Beowulf“ und zuletzt mit „Disneys Eine Weihnachtsgeschichte“ bewiesen hat.

Augenreiben verboten!

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Wie aber verfilmt man ein Sachbuch, das statt einer spannenden Handlung harte Fakten listet? Im Fall des Gartenzwerg-Buches dürfte Robert Zemeckis das leicht fallen: Die empfohlenen Verteidigungsstrategien lassen sich wunderbar in Filmszenen übertragen, in denen eine Familie sich gegen ihre aggressiven Wichtel wehrt. So rät Sambucchino beispielsweise:

„Üben Sie, das Haus über ein Fenster aus dem ersten Stock zu verlassen: Sie müssen springen können, wenn Sie von einer Horde Gartenzwerge durchs Haus gejagt werden!“

„Merken Sie sich, wo die Möbel stehen. Die kleinen Bastarde kappen die Stromleitungen, bevor sie angreifen!“

„Stehen Sie im Angriffs-Modus aus dem Bett auf: Mit der linken Hand greifen Sie nach einer Taschenlampe, mit der rechten nach einer Waffe - eine Schneeschaufel oder am besten eine Schrotflinte!“

Auch eine Nahkampfanleitung liefert der Autor, dazu eine zertifizierte Schritt-für-Schritt-Anleitung um ein Haus gartenzwergsicher zu machen nach dem Motto „Analyse - passiver Schutz - aktive Verteidigung - Notfallanwendung“.

Dazu dürften auch einige der angeblichen Augenzeugenberichte den Weg in den Film finden. Zum Beispiel, der von einer Flugzeugentführung durch zwei Gartenzwerge, die aus einer Kiste im Frachtraum steigen. Letzter Funkspruch des Piloten: „Tower, Mayday, Mayday, guter Gott, hilf uns! Alles ist voller Blut! Es waren … die Zwerge… arghh!

Wann der Spaß ins Kino kommt und wer gegebenenfalls die Rollen der realen Personen im Film spielt, ist noch völlig unklar. Klar ist aber, dass der Film von Robert Zemeckis deutlich witziger wird als der zuletzt ähnlich gelagerte „Gnomeo und Julia„. Denn da fehlten eindeutig die Schrotflinten!

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