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Robert van Ackeren

Producer • Regisseur • Drehbuchautor • Kameramann

Leben & Werk

Mit sarkastischer Ironie variiert der deutsche Regisseur Robert Van Ackeren sein Lieblingsthema: Mann und Frau auf dem Schlachtfeld der Liebe. Der Krieg der Geschlechter läuft dabei mit hintergründiger Eleganz ab, die Paare und Partner schwingen das Florett bösartig bissiger Dialoge, die stärker verletzen als dramatische Auseinandersetzungen. Alles geschieht mit perfekten Manieren an der Oberfläche, doch Hass und Rache im Hinterkopf. Alle Filme Van Ackerens sind mit erotischen Szenen garniert, die den Blick auf die Lügen der bürgerlichen Gesellschaft und ihrer sterilen Verhaltensweisen glänzend spiegeln. In einigen Filmen wurde die Österreicherin Sonja Kirchberger bevorzugte Hauptdarstellerin. Van Ackerens größter Kassenerfolg wurde „Die flambierte Frau“ (1983), als die Gudrun Landgrebe dem Bürgermilieu entflieht und in der Rolle einer deutschen „Belle de Jour“ mit Mathieu Carrière als Callboy ein Zweckbündnis eingeht und als Domina arbeitet, bis Liebe und Besitzansprüche alles zu zerstören drohen und er sie buchstäblich in Brand setzt.

Van Ackeren wurde 1946 in Berlin als Sohn holländischer Eltern geboren, studierte an der Hochschule für Optik und Fototechnik und begann 1964 mit Kurz-, Dokumentar- und Experimentalfilmen. Von 1966 bis 1971 war Van Ackeren begehrter Kameramann für Filme von Klaus Lemke, Franz-Josef Spieker, Roland Klick und Werner Schroeter. Sein Spielfilmdebüt „Blondie’s Number One“ (1970) spielt fast ausschließlich in einer Berliner WG, wo die üppige Blondine Gabi (Gabi Larifari) einen Mann sucht, um der Ausweisung zu entgehen. Ein erster Kinoerfolg wurde 1973 die im Cabaret- und Revuemilieu angesiedelte erotische Komödie „Harlis“: Ein Mann (Ulli Lommel) gerät an ein lesbisches Paar (Gabi Larifari und Mascha Rabben). Es folgte eine Reihe bürgerlicher Melodramen: „Der letzte Schrei“ führt in die Miederwarenfabrik eines Wäschefetischisten, „Das andere Lächeln“ und „Die Reinheit des Herzens“ spielen Machtverhältnisse zwischen Frauen durch. „Die Venusfalle“ und „Die wahre Geschichte von Männern und Frauen“ stellen die imposante Sonja Kirchberger in den Mittelpunkt, die sich mit Freundinnen den Lockungen der Männer stellt. Die Verfilmung von Walter Serners Kultroman „Die Tigerin“ blieb Projekt, die Regie übernahm 1992 Karin Howard.

Filme und Serien

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