Robert Gwisdek

Schauspieler
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Leben & Werk

Als Sohn von Corinna Harfouch und Michael Gwisdek schien Robert Gwisdeks Weg vorgezeichnet. Und tatsächlich bewies der jüngste Gwisdek früh sein außerordentliches schauspielerisches Talent. Doch die Schauspielerei reichte dem kreativen Berliner Künstler nicht. Inzwischen hat sich Gwisdek auch als Hip-Hop-Poet „Käptn Peng“ und als Romanautor einen Namen gemacht.

Robert Gwisdek wurde am 29. Januar 1984 in Berlin geboren. Seine Eltern sind die Schauspielerin Corinna Harfouch und der Schauspieler und Regisseur Michael Gwisdek. Das Schauspiel-Talent wurde Robert Gwisdek also sozusagen in die Wiege gelegt und so stand er bereits mit fünf Jahren im Drama „Treffen in Travers“ unter der Regie seines Vaters als Statist vor der Kamera. Weitere kleine Rollen und Bühnenauftritte am Berliner Ensemble folgten. In Anno Sauls Melodram „Grüne Wüste“ (1999) glänzte Gwisdek als krebskranker Teenager neben Tatjana Trieb, Martina Gedeck und Heino Ferch in seiner ersten Hauptrolle. Nach dem Schulabschluss begann Gwisdek ein Schauspielstudium an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg, das er 2006 abschloss. Noch während des Studiums war er in Filmen wie Leander Haußmanns „NVA“ und dem TV-Krimi „Verschwiegene Kanäle“ (beide 2005) zu sehen. Den endgültigen Durchbruch verdankte Gwisdek seiner Rolle als lethargischer Couch-Potato Anton in Hermine Huntgeburths Fernsehfilm „Väter – denn sie wissen nicht, was sich tut“ (2006). Rollen in Adnan Köses Läufer-Drama „Lauf um dein Leben – Vom Junkie zum Ironman“ (2008) und in Frieder Wittichs Studenten-Komödie „13 Semester“ (2009) folgten. In Dietrich Brüggemanns Dreiecksgeschichte „Renn, wenn du kannst“ (2010) war Gwisdek anschließend als sarkastischer Rollstuhlfahrer Ben im Kino zu sehen. Außerdem wirkte er in mehreren Fernsehfilmen mit, darunter die Romanverfilmung „Neue Vahr Süd“ (2010) von Hermine Huntgeburth und die „Tatort“-Krimis „Heimatfront“ und „Mauerpark“ (beide 2011). 2013 kam er in Nina Grosses Bernhard-Schlink-Verfilmung „Das Wochenende“ als Sohn eines eben aus dem Gefängnis entlassenen RAF-Terroristen (Sebastian Koch) zurück in die Kinos. Neben seiner Arbeit als Schauspieler bildet Robert Gwisdek gemeinsam mit seinem Bruder Johannes die Hip-Hop-Formation „Shaban & Käptn Peng“. Außerdem ist er Sänger und Texter der alternativen Hip-Hop-Band „Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi“, die sich mit teils absurden, teils philosophischen Texten mit essentiellen Sinnfragen beschäftigt. 2013 erschien das zweite Album der Formation beim eigenen Label Kreismusik. Und auch als Autor konnte das Multitalent erste Erfolge verbuchen. 2014 wurde Gwisdeks Debütroman „Der unsichtbare Apfel“ veröffentlicht. Es geht um Igor, der Stille und Isolation sucht und schließlich eine sehr merkwürdige Reise auf der Suche nach sich selbst antritt.

Robert Gwisdek wurde für seine Arbeit als Schauspieler bereits mehrfach ausgezeichnet. So war er 2006 für den Günter-Strack-Nachwuchspreis für seine Rolle in der Donna-Leon-Verfilmung „Verschwiegene Kanäle“ (2005) nominiert. 2008 konnte er den Preis dann für seine Darstellung des Anton in der TV-Satire „Väter – denn sie wissen nicht, was sich tut“ (2006) mit nach Hause nehmen. Für seinen Part im Familiendrama „Das Wochenende“ (2012) war er 2013 in der Kategorie „Beste männliche Nebenrolle“ für den Deutschen Filmpreis nominiert, den allerdings sein Vater Michael Gwisdek, der in der selben Kategorie nominiert war, erhielt. Der Schauspieler, Musiker und Autor lebt in Berlin.

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