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Alle Bilder und Videos zu Robert Altman

Leben & Werk

Von den Regisseuren des New Hollywood ist der 1925 in Kansas City geborene Robert Altman an Jahren der älteste, aber von seiner Experimentierfreude und Aufbruchstimmung einer der jüngsten. Altmans polyphone Puzzles sind berühmt für ihre einmalige Vernetzung von präziser Milieustudie, feinfühliger psychologischer Beobachtung, atmosphärischer Tiefenauslotung und nuancenreichem Geschichtenerzählen. Altman schreibt in seinen „Americana“-Mosaiken Zeit-, Sozial- und Kulturgeschichte und entwirft Sittengemälde, wie sie in der Literatur William Faulkner oder Balzac gelungen sind. Altmans Werk ist, bedingt durch Pausen, TV-Produktionen und Behinderungen durch Produzenten, Auslandsaufenthalte und Rückschläge, so vielstimmig wie uneinheitlich, so eigensinnig wie meisterhaft.

Die ökonomische Erzählweise lernte der Sohn eines Versicherungsagenten beim Fernsehen, seinen Durchbruch erlebte er mit der Kriegs-Satire „M.A.S.H.“, die ihm in Cannes die Goldene Palme einbrachte. Seitdem sind Altmans Filme vielfach ironisch gebrochene oder offen satirische Arbeiten über den Medienbetrieb in Musik („Nashville“), Mode („Prêt-à-Porter„) oder Machtbetrieben wie der Filmindustrie in Hollywood („The Player„). In seinen jüngsten Werken näherte sich Altman erfolgreich ihm fremde Milieus, wie in dem opulenten, bissigen, britischen Sittengemälde „Gosford Park“ (Oscar für das Drehbuch) und dem Tanzfilm „The Company“. Altman nutzte Genres, um sie zu demontieren, so den Western in „McCabe & Mrs. Miller“, den Film noir in der Raymond-Chandler-Verfilmung „Der Tod kennt keine Wiederkehr„, den Justizkrimi in „The Gingerbread Man„, den Gangsterfilm in „Diebe wie wir„, den Jazz-Film in „Kansas City„, das Südstaatendrama in „Cookie’s Fortune„, den Science-Fiction-Film in „Quintet“ und das Psycho-Drama in „Spiegelbilder„. Altman förderte Regisseure wie Alan Rudolph und ist neben Woody Allen und Martin Scorsese einer der wenigen Autorenfilmer in Hollywood. Seine Hauptwerke „Nashville“ (1975) und „Short Cuts“ (1993, Goldener Löwe in Venedig), ein Episoden-Film in der für Altman typischen vernetzten Erzählform, gehören zu den besten und wichtigsten amerikanischen Filmen aller Zeiten.

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