Rob Brydon

Schauspieler • Sprecher
Rob Brydon Poster

Leben & Werk

Komiker, Moderator, Fernsehstar und Synchronsprecher — der gebürtige Waliser Rob Brydon ist in Großbritannien eine echte Marke. Sein optimistisches Auftreten und der feine, augenzwinkernde Humor haben ihm in den vergangenen Jahren eine feste Anhängerschaft beschert.

Dass er als Kind seiner ehemaligen Schulkameradin Catherine Zeta-Jones angeblich das Essensgeld geklaut haben soll, ist eine Anekdote, die typisch für Rob Brydon ist. Seine Ironie zielt auf die eigenen Fehler und weiß geschickt, Grenzen zu überwinden. Ob Brydon schon als Schulkind so gewitzt war, ist ungewiss. Doch dass er das Zeug dazu gehabt hätte, darf man ihm sicher glauben. Kein Wunder, dass er mit diesem Witz zu einem beliebten Radio- und TV-Moderator in Großbritannien aufgestiegen ist.

Brydon, der am 3. Mai 1965 in Wales geboren wurde, hat seit Anfang der 90er-Jahre eine beispiellose Karriere hingelegt. Als Radiomoderator war er zuerst im Jugendmagazin Rave der BBC zu hören, bevor er auch Comedy-Formate schrieb und entwickelte. Nebenbei war er immer wieder im Kino zu sehen und spielte in „Bube, Dame, König, grAS“ (1989) etwa einen Verkehrspolizisten. Nicht zu vergessen, seine Rolle als „erster Dorfbewohner“ in „Ritter aus Leidenschaft“ (2001).

Interessanter sind da schon seine Auftritte in zwei unvergesslichen britischen Kultfilmen. So spielte Brydon „24 Hour Party People“ (2002), dem Must-See über die Musikszene von Manchester, einen Moderatoren und Journalisten — Ähnlichkeiten zu seinem Radio-Format Rave sind natürlich ganz zufällig. Eine ähnliche Rolle nahm er darüber hinaus als Fußballkommentator in „Shaun of the Dead“ (2004) ein.

Rob Brydon im TV

Über seine filmische Vergangenheit kann Rob Brydon inzwischen bestimmt selbst lachen. Denn im Lauf der vergangenen Jahrzehnte ist er gewachsen. Grund dafür waren nicht nur seine Stand-up-Shows. Vor allem im britischen TV konnte sich der Komiker mit Rollen durchsetzen, die zwischen Komik und Ernst changieren. In den beiden erfolgreichen BBC-Serien „Human Remains“ und „Marion and Geoff“ war er zudem nicht nur vor der Kamera zu sehen, sondern war als Autor auch am Drehbuch beteiligt. Zum beliebten Format hat sich auch die Serie „The Trip“ sowie die Fortsetzungen „The Trip to Italy“ und „The Trip to Spain“ entwickelt. Brydon spielt darin eine Parodie seiner selbst und beweist abermals, dass Humor vor allem bedeutet, über sich selbst zu lachen.

Rob Brydon heute

Inzwischen umfasst die Filmografie von Rob Brydon auch Blockbuster wie „Cinderella“ (2015) und „The Huntsman & The Ice Queen“ (2016). Natürlich handelt es sich dabei um vergleichsweise kleine Rollen. Zumindest im englischsprachigen Raum kann man dafür in den Genuss kommen, Rob Brydon vermehrt als Synchronsprecher in Filmen wie „The Gruffalo“ (2009) oder „Early Man – Steinzeit bereit“ (2018) zu hören. Im Jahr 2018 reüssiert der Komiker darüber hinaus mit einer Hauptrolle in der wundervollen Komödie „Swimming with Men“. Brydon spielt darin einen Buchhalter in den besten Jahren für eine Midlife-Crisis. Einen neuen Sinn im Leben findet er als er einer Synchronschwimm-Mannschaft beitritt.

Vielleicht erweist sich „Swimming with Men“ im Nachhinein ja als Wendepunkt. Die herzliche Komödie über die völlig ernsten Lächerlichkeiten des Lebens ist das perfekte Vehikel um Brydons komisches Talent unter Beweis zu stellen. Denn wenn der Komiker eins gut kann, dann die Würde zu behalten, wenn seinem Publikum vor Lachen die Tränen ins Auge steigen.

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