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Leben & Werk

„Der Typ platzte förmlich vor schwarzem Stolz.“ Als Richard Roundtree 1971 als Privatdetektiv John Shaft in „Shaft“ auf der Leinwand explodierte, erlebte das Kino eine Sensation. Zum Funk, R&B und Soul von Isaac Hayes federte Roundtree als schwarzer Superheld im weiten offenen Ledermantel stark, sexy, smart und lässig durch New York, nahm selbstverständlich schwarze wie weiße „Chicks“, legte sie ab und ließ sich von niemand seinen „Badass Pride“ nehmen. Er hörte schwarze Musik, trug schwarze Kleidung und sprach im Geist von James Browns „Say it loud I’m Black and Proud“ den Slang der schwarzen New Yorker. Der coole „Shaft“ und der coole Roundtree wurden, obwohl es Vorläufer gab, die wahren Väter der „Blaxploitation“ - jenes schwarzen Kino,s das sich als Antwort auf das weiße Hollywood-Kino und Pendant zu Clint EastwoodsDirty Harry“ verstand. Frauenpower mit imposanten Afroamerikanerinnen wie Pam Grier („Foxy Brown“, „Coffy„) oder Tamara Dobson („Cleopatra Jones„) und Klassiker wie „Superfly“ ließen den Einfluss des Genres, purer Kult gewordene schwarze Popkultur, bis zu Quentin Tarantino („Jackie Brown“) wirksam werden.

Richard Roundtree spielte Shaft in den Fortsetzungen „Liebesgrüße aus Pistolen“ (1972, mit zwei denkwürdigen Actionsequenzen beim Shootout auf einem Friedhof und der Verfolgung Shafts durch einen Helikopter in einer Fabrikhalle) und „Shaft in Afrika“ (1973, wo er dem internationalen Sklavenhandel auf der Spur ist). 1973/74 entstand die TV-Serie „Shaft“, sieben Folgen à 73 Minuten, teils Routinefälle, teils spannende, aus New York herausführende Verbrecherjagden. Das letzte Kapitel der Spürnasen-Saga schrieb Roundtree als „Onkel John Shaft“, der in „Shaft - Noch Fragen?“ (2000) seinen Neffen (Samuel L. Jackson) bei den Ermittlungen unterstützt. Roundtree sollte im Lauf seiner 120 (!) Film- und vorwiegend TV-Rollen umfassenden Karriere nie wieder an den Erfolg von „Shaft“ anknüpfen.

Richard Roundtree wurde 1942 in New Rochelle, New York, geboren und besuchte mit einem Football-Stipendium die Southern Illinois University. Er begann sich für Schauspielerei zu interessieren, wurde Mitglied der gefeierten Negro Ensemble Company in New York und spielte in Off-Broadway-Stücken, so den Boxer Jackson in „The Great White Hope„. 1970 war er in seinem Kinodebüt

„What Do You Say to a Naked Lady?“ mit einer weißen Frau im Bett und kam so zu der Rolle, die ihn weltberühmt machte. Nach „Shaft“ arbeitete Roundtree vorwiegend für das Fernsehen und war in Serien wie „The Love Boat“, „Magnum“, „MacGyver„, „21 Jump Street“, „Bonanza“ (NBC), „E.R.“, „Alias“ und in sechs Folgen von „Desperate Housewives“ (2005) zu sehen. Er wirkte in B-Movies mit („Treibjagd“, „Maniac Cop„), trat im Katastrophenfilm „Erdbeben“ (1974) als Stunt-Sensation Evel Knievel und in Arnold Schwarzeneggers Regiearbeit „Christmas in Connecticut“ (1992) auf, jagte Schmuggler („Der Diamanten-Clou“) und wurde 1995 in David Finchers „Sieben“ (als Bezirkstaatsanwalt) wiederentdeckt. Roundtree spielte neben Clint Eastwood in „City Heat“ und an der Seite von Richard Harris und Joan Collins in dem zu entdeckenden Abenteueractioner „Spiel der Geier“ (1979; internationaler Waffenhandel).

Privat ist Roundtree Fotograf und Golfer und dank seines Womanizer-Flairs Vater von wahrscheinlich zehn (oder mehr?) Kindern aus verschiedenen Verbindungen. Yo, Bro!.

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