Leben & Werk

Schwäne sind seine schönste Inspirationsquelle. Ihre majestätische Haltung, ruhend, schwebend und gleitend, verewigte er in vier Animationsfilmen, die sich an der klassischen Zeichentricktechnik orientieren und in ihrer sorgfältigen gefühlvollen Machart zeitlos bleiben. Regisseur Richard Rich arbeitete noch während seines Musikstudiums in den Disney-Studios, blieb dort 14 Jahre und war dank der Ausbildung durch John Lounsberry der einzige Zeichentrick-Regisseur, der kein Zeichner war. Für Disney inszenierte er den Fantasy-Film „Taran und der Zauberkessel“ und die Hundekomödie „Cap und Capper“, bevor er sich 1986 selbstständig machte und die Rich Animation Studios gründete, die lange Jahre das drittgrößte Zeichentrick-Studio der USA waren (nach Disney und Don Bluth), bevor mit DreamWorks die Computeranimation zum Wettlauf in der digitalen Tricktechnik führte. Der Erfolg von Rich Animation begann nach halbstündigen Kinderserien für das Fernsehen 1994 mit „Die Schwanenprinzessin„, dessen Wurzeln in dem Märchen „Schwanensee“ liegen und vom Prinzen erzählen, der die verwandelte Prinzessin erlöst. In der Fortsetzung „Die Schwanenprinzessin und das Geheimnis des Schlosses“ (1996) kämpft das Paar gegen böse Zauberer, um eine magische Kugel in Sicherheit zu bringen. Wie in den Disney-Filmen um „Aschenputtel“, das als zeichnerische Inspiration diente, legte Rich Wert auf die behaglich altmodische Beschaulichkeit von Kunstmärchen der Gebrüder Grimm und von Hans Christian Andersen und verknüpfte Motive aus „Die kleine Meerjungfrau“, „Die wilden Schwäne“, „Froschkönig“ und „Aschenputtel“. Die dritte Folge „Die Schwanenprinzessin und das verzauberte Königreich“ kam ebenso wie „Anna und der König“ (beide 1998) nicht mehr in die Kinos. Eine glorreiche Wiederauferstehung gelang Rich 2001 mit „Der Schwan mit der Trompete„, der nach einem Kinderbuch von E.B. White („Stuart Little„) entstand und die Geschichte des kleinen Trompeterschwans Louie (eine Anspielung auf den schwarzen Jazztrompeter Louis Armstrong) erzählt, der stumm ist und das Spiel auf der Trompete lernt, die seine Stimme ersetzt - alles, um die schöne Schwanendame Serena zu erobern. In Richs Filmen wird wie in Disneys Animationsmeisterwerken viel Sorgfalt auf Details, Hintergründe und vor allem jene Nebenfiguren gelegt, die für das nötige witzige oder possierliche Kolorit sorgen, bei Rich unter anderem eine Schildkröte, ein Papageientaucher und ein Eichhörnchenpaar. Als schöner Anachronismus dient ein Internet für Tiere.

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

  • Animationsfilm "Norm of the North" bei Lionsgate

    Lionsgate Films und Crest Animation Studios planen den Animationsfilm „Norm of the North“ in 3-D. Die Geschichte von Steven und Daniel Altiere handelt von dem Eisbären Norm und seinen drei arktischen Freunden. Während ihre arktische Heimat immer stärker abschmilzt, beginnt Norm ein neues Leben in New York als Maskottchen. Er entdeckt, das sein neuer Arbeitgeber verantwortlich ist für die Eisschmelze in seiner Heimat...

    Ehemalige BEM-Accounts  

Wird oft zusammen gesucht

Kommentare