Bisher war Bai Ling eher in kleineren Nebenparts zu sehen. Doch das soll sich nun ändern. Die chinesische Schönheit hat ihre erste Hauptrolle ergattert - in einer Romanverfilmung.

Unschlüssig zwischen West und Ost: Bai Ling Bild: Kurt Krieger

Geschichten, die es in Buchform schon zu Ruhm gebracht haben, werden von Filmemachern immer wieder gerne als Drehbuchvorlagen genommen. So nun auch der Bestseller „Shanghai Baby“ von Wei Hui.

Im Mittelpunkt des Romans um sexuelle Befreiung im modernen China steht eine junge chinesische Frau (Bai Ling). Sie ist zwischen den orientalischen Traditionen und ihrer Sehnsucht nach dem westlichen Leben hin und her gerissen und muss zwischen zwei Liebhabern wählen - einem Chinesen und einem Deutschen.

Das erfolgreiche Buch wurde in 34 Sprachen übersetzt und verkaufte sich sechs Millionen Mal. In China wurde „Shanghai Baby“ aufgrund seiner Beschreibung des dekadenten Lebensstils einer neureichen Yuppie-Schicht zum „Skandalroman“ und vielleicht auch gerade darum zum Bestseller.

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TV-Produzent Berengar Pfahl hat sich nun die Rechte an dem Roman gesichert und konnte sich keine bessere Hauptdarstellerin als Bai Ling vorstellen. Die 36-jährige Chinesin ist vor allem durch ihre Rolle als Pflichtverteidigerin von Richard Gere in „Red Corner - Labyrinth ohne Ausweg“ und als Konkubine von Chow Yun-Fat in „Anna und der König“ bekannt.

Noch ist unklar, wer in die Rolle ihrer Liebhaber schlüpfen wird. Die deutsche Schauspielerin Katja Riemann hat sich ebenfalls für die Romanverfilmung verpflichtet. Buchautorin Wei Hui will zum Filmerfolg von „Shanghai Baby“ beitragen und beteiligt sich am Drehbuch.

Ein sechsminütiger Teaser des Films, der am Filmfestival in Cannes gezeigt wurde, stieß bereits auf reges weltweites Interesse. Gute Aussichten also für den deutschen Pfahl und sein erstes großes internationles Projekt.

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