Richard Dreyfuss

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Leben & Werk

Am liebsten verkörpert Richard Dreyfuss Durchschnittsmenschen, die als aufstrebende, großsprecherische und aufschneiderische aber unwiderstehliche Verführer (und auch Widerlinge) erst im Laufe eines Films an Sympathie gewinnen, aber durch Dreyfuss‘ Art, immer noch einen dummen Witz draufzusetzen, ihre Unsicherheit verbergen und damit fast wieder alles vermasseln. Dreyfuss‘ intelligente Darstellungen ambivalenter Charaktere begannen als Gangster Baby Face Nelson in „Jagd auf Dillinger“. 1973 erlangte er in George Lucas‘ „American Graffiti“ als College-Schüler, der mit Freunden eine letzte Nacht durchmacht, ersten Star-Status. Weltweit populär wurde Dreyfuss als Haijäger in Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ und, wieder unter Spielbergs Regie, als UFO-Gläubiger in „Unheimliche Begegnung der dritten Art„. Für seine Rolle des karrieresüchtigen Schauspielers, eine typische-Dreyfuss-Rolle, erhielt er 1977/78 für seine Leistung in der Neil-Simon-Komödie „Der Untermieter“ den Oscar, den Golden Globe und den BAFTA Award.

Lange Zeit blieb Dreyfus Komödien treu, die einen Hang zur Farce in sich tragen, so „Tin Men“, wo er einen Aluminium- Händler spielt, oder in „Mond über Parador“ als Diktator einer Bananenrepublik. Der Titel „Ein charmantes Ekel„, wo er Holly Hunter den Himmel auf Erden verspricht, bis er seine Übertreibungen aufgibt, trifft auf viele seiner Figuren zu. Seine Möglichkeiten lassen sich gut an zwei Rollen als Psychologe ablesen: I „Was ist mit Bob?“ spielt er den größenwahnsinnigen Seelenklempner, der gedemütigt wird, in „Stummer Schrei“ einen integren, sich sorgsam um seine junge Klientin (Liv Tyler) kümmernden Seelenhelfer. Zu Dreyfuss‘ witzigsten Rollen gehört der Cop, der sich in „Die Nacht hat 1000 Augen“ bei einer Überwachungsaktion in die schöne Madeleine Stowe, Objekt der Aktion, verliebt. Mit Partner Emilio Estevez tauscht er in den Dialogen Zitate aus bekannten Filmen (z.B. „Der weiße Hai“) aus.

Dreyfuss, der häufig auf Theaterbühnen arbeitet, spielt seit den 90er-Jahren häufig in Fernsehfilmen und wurde 2002 für „The Education of Max Bickford“ und „The Day Reagan Was Shot“ mit dem Screen Actor’s Guild Award ausgezeichnet. 2004 wollte er sich vom Filmgeschäft zurückziehen und sorgte im selben Jahr im TV-Politthriller „Fail Safe – Angriffsziel Moskau“ (Remake des Sidney-Lumet-Films von1964) für einen Straßenfeger. Ein schönes Kino- Comeback gelang ihm als lebensmüder Architekt, der während einer Katastrophe auf See wieder Lebensenergie gewinnt, in Wolfgang Petersens „Poseidon“ (2006).

Dreyfuss wurde 1996 für seine Rolle des Musiklehrers in „Mr. Holland’s Opus“ mit dem Music for Life Award ausge- zeichnet, gewann 1999 den Grand Prix Spécial auf dem Filmfestival Montréal und erhielt 2000 den Hollywood Lifetime Achievement Award. 1997 belegte er auf der Liste der „100 Movie Stars of All Time“ des britischen „Empire“-Magazins Platz 81.

Dreyfuss hatte in den späten 70er- und frühen 80er-Jahren mit Alkohol- und Drogenproblemem zu kämpfen, denen er die Schuld gibt, Teile seines Gedächtnisses verloren zu haben. Er ist nach zwei Scheidungen zum dritten Mal verheiratet und Vater von drei Kindern.

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